Autsch !
Hallo Leute, es ist leider schon etwas länger her, dass ich mich gemeldet habe. In den vergangenen Wochen haben sich die Ereignisse, positive aber auch negative, überschlagen. Aber nun hat sich der Wellengang beruhigt und ich kann wieder zur Feder greifen. Vor einiger Zeit war Florian, unser aller Liebling, bei uns zu Besuch und hat meinen Leinenträger dazu überredet doch mit ihm Fußball zu spielen. Also sind wir gemeinsam auf einen nahe liegenden kleinen Fußballplatz gefahren. Maggie und ich waren natürlich auch dabei, denn dieses Ereignis wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wölfchen prahlte bei jeder Fußballübertragung vor der Glotze mit seinen angeblichen Qualitäten als ehemaliger Mittelfeldregisseur. Man soll ihn den "Hammer von der Spree" genannt haben, wegen seiner starken linken Klebe. Na ich habe da so meine Zweifel. Wenn er mal mit uns im Garten dem Ball hinterher gerannt ist, würde ich eher den Titel "Fußkranke Ameise" vergeben. Unser aller Beschützer ist beweglich wie ein Stapel Holz und hatte gegen uns wieselflinke Angriffspieler nicht die Spur einer Chance.
Endlich waren wir aber auf dem kleinen Kunstrasenfeld angekommen und das Spiel sollte beginnen. Maggie inspizierte den Platz und hat genau auf dem Anstoßpunkt einen kleinen See hinterlassen. Ich folgte und strullte die Torpfosten an. Nun, nachdem die Markierungen erfolgt waren, konnte das Spiel beginnen. Florian entschied sich für die Position des Torwartes. Maggie und ich waren gemeinsam der Meinung, dass wir als Englische Bulldoggen, eine unüberwindbare Verteidigungslinie bilden. Für unseren Star blieb die Position des Stürmers und Wölfilein erklärte uns, dass er ab sofort Gerd Müller heißt. "Opa, wer ist das denn? Wir wollen doch Fußball spielen und keinen Besuch im Altenheim machen", warf Florian in die Runde. Opa war beleidigt darüber, dass sein Enkelkind noch nicht mal den erfolgreichsten Stürmer vergangener Zeiten kannte. Nicht groß gewachsen, stämmig, kurze Knubbelbeine und dicke Oberschenkel.
Das Spiel begann. Wolfgang schnappte sich den Ball, machte einige zeitlupenartige Bewegungen und stolperte über einen Grashalm. Er fiel wie ein gefällter Baum und schlug mit seiner Wampe auf den Ball. Er stöhnte auf, erhob sich aber wieder schnell und erklärte uns sen Sinn dieser Aufwärmübung. Nun hatte ihn der Ehrgeiz gepackt. Er wollte uns demonstrieren, wie Gerd Müller seine Tore schoss. Maggie hatte die Aufgabe eine Flanke, halbhoch vor das Tor zu schlagen. Florian wurde angewiesen den Ball unbedingt in das Tor zu lassen, sonst drohte Taschengeldverlust. Mir schwante Schlimmes. Ich legte mich vorsichtshalber hinter das Tor, man kann ja nie wissen. Maggie schlug eine perfekte Flanke vor das Tor. Florian erstarrte zur Salzsäule und unser Gerd Müller schätzte die Flugbahn des Balles völlig falsch ein. Mit einer Blutgrätsche versuchte er den Ball zu treffen. Sein linkes Bein wurde immer länger, aber es half nichts, er schlug ein Luftloch. Dabei hatte er sein Knie so überdehnt, dass es knackte. Autsch, das hat weh getan. Mit einem Schmerzensschrei sank er auf den Rasen. Maggie leistete ihm erste Hilfe indem sie sein Gesicht abschleckte, Florian erwähnte nebenbei, dass er für den Altherrenfußball zu jung sei und ich, ich beschloss lieber Tipp Kick zu spielen.
Rollrasen
Hallo Leute, unsere beiden Hundesteuerzahler führten ein angeregtes Gespräch über Gartengestaltung, insbesondere über die Neuanlage einer Rasenfläche. Ich spitzte sofort meine wunderschönen Löffel. Sollte etwa unsere bisherige Spielwiese von uns nicht mehr genutzt werden dürfen? Mit Power-Maggie nutze ich jede sich bietende Gelegenheit, unsere Kräfte zu messen. Leider geht sie oft mit unfairen Mitteln vor. So kann es schon mal pssieren, dass sich ihre kleinen Giftzähne in meinem Fell verfangen. Oft hilft dann nur ein tiefes Grollen aus meiner Brust um sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Wer ist denn hier der Chef?
Es war tatsächlich so, dass unsere bisherige Spielwiese durch eine neue Rasenfläche ersetzt werden sollte. Bald schon kamen einige Leute und trugen grünen Teppichboden in den Garten. Ist denn jetzt der absolute Wohlstand ausgebrochen, dass nun schon Teppichboden im Freien verlegt wird. Nun ja, ich kann nicht alles wissen, denn schnell bekam ich mit, dass die grünen Streifen Rollrasen genannt wurden. Schlaumeier Maggie tat sehr wichtig und meinte, dies sei doch von Anfang an klar gewesen, schließlich verfolge sie jede Gartensendung. Die Frage wie man einen dicken Vegetarier nennt, konnte ich wirklich nicht beanrworten. Biotonne, du Wattebauschwerfer, knallte sie mir um die Ohren. Sieh an, dachte ich so bei mir, ganz schön schlau die Kleine. Ist ja auch meine Tochter.
Nun, das Verlegen des Rasens ging unheimlich schnell. Genauso schnell stellte ich fest, warum der Rollrasen eigentlich Rollrasen genannt wird. Man kann diesen nämlich ausrollen, aber auch wieder einrollen. Gemeinsam mit meiner schlauen Tochter haben wir innerhalb einer halben Stunde eine ganz schön große Fläche wieder eingerollt. Das dabei einige, nun ehrlich gesagt, fast alle Rasenteile nicht ordnungsgemäß aufgerollt wurden, sondern in kleinen bis mittelgroßen Fetzen herumlagen, möchte ich nur am Rande erwähnen.
Da unsere Aufrollaktion noch nicht bemerkt worden ist, haben wir beschlossen gemeinsam eine kleine Pause einzulegen. Wer so unschuldig döst, kann auf keinen Fall der Übeltäter sein.
Klappschrank
Frauenzimmer
Am schlimmsten führt sie sich auf, wenn wir Besuch bekommen. Ich freue mich natürlich auch, zeige dies jedoch nicht so offensichtlich. Der Besuch muss sich schließlich meine Aufmerksamkeit kaufen. Da kann ja jeder kommen. Nicht so Turbomaggie. Mit schlangenartigen Bewegungen, einem Wimpernaufschlag wie Grace Kelly drängt sie sich vor und steht natürlich gleich im Mittelpunkt und meine Strategie ist dahin. Um nicht als unfreundlich zu gelten, muss ich zwangsweise auch meinen Astralkörper in leichte Bewegung versetzen. Nach eine halben Stunde intensiver Begrüßung hat auch der geduldigste Besucher die Nase voll und wir werden auf unseren Liegeplatz verdammt. Da kann ich mit meinem Frauenzimmer gemütlich ratzen.
Mahlzeit
Hallo Leute, Mein Wölfchen sah sich gerade eine dieser Kochshows in der Glotze an, als er plötzlich aufsprang und meinte, was diese Kochtopfquäler können kann er schon lange. Er beschloss also am nächsten Samstag ein Menü aller erster Qualität zu zaubern. Annemaries Gesichtsausdruck war zu entnehmen, dass sie diesem spontanen Entschluss nur wenig Zustimmung abringen konnte. Wolfgang hatte im Laufe der Jahre nicht bewiesen, dass er die Küchenkünste beherrscht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
An diesem Samstag war es dann soweit. Mit allerlei Tüten und Taschen bepackt kehrte er vom Einkauf zurück und erklärte als erstes die Küche als Frauen- und Hundesperrgebiet. Maggie war sofort beleidigt und verzog sich in ihr Körbchen. ich hingegen legte mich genau vor den Kücheneingang um ja nichts zu verpassen. Nach ca. einer Stunde hatte Wölfilein alle zur Verfügung stehenden Töpfe, Pfannen, Bräter, Gewürze und Zutaten auf der Arbeitsplatte der Küche ausgebreitet. Mit einem Kopfschütteln fragte er Annemarie, wie man in so einer kleinen Küche überhaupt arbeiten kann. Kurzerhand wurde der Esszimmertisch als Arbeitsplatte beschlagnahmt. Da Wolfgang nach guter alter Sitte kochen wollte, wurde das älteste Kochbuch aus dem Bücherregal geholt und ich dachte, nun geht es los. Aber nein, es wurde erstmal Kaffee gekocht, eine Zigarette angezündet und das Kochbuch intensiv studiert. Nach zwei Stunden gab es immer noch kein Ergebnis. Entweder passten die vorhandenen Zutaten nicht zum ausgesuchten Gericht oder das menü entsprach nicht dem Anspruch den er an seine Kochkünste stellte.
Maggie hatte sich in der Zwischenzeit neben mich gelegt und ihr Augenrollen deutete an, dass Ärger in der Luft liegt. Als unser aller Herrscher um 15.30 Uhr den Fernseher anschaltete um die Fußballbundesliga nicht zu verpassen, quollen dicke Zorneswolken aus Annemies Kopf. Sie räumte das ganze Zeug wieder ordentlich weg und auf Wolfgangs Frage was das denn soll, gab es eine kurze knackige Antwort: Wir gehen essen.
Nach dem wir ca. zwei Stunden im Lokal gesessen haben, fragte der Ober ob wir ihn nicht kennen würden. Klar doch, schließlich haben wir vor zwei Stunden das Essen bei ihm bestellt. Endlich kam die Suppe und Wolfgang bemängelte sofoer, dass diese kalt ist. Der Ober erklärte oberlehrerhaft, dies sei kein Wunder denn schließlich wurde sie bereits vor zwei Stunden bestellt. Das war zuviel. Wutentbrannt verließen wir diese Lokalität um daheim ein Wurstbrot zu essen. Mahlzeit.
Blinder Passagier
Hallo Leute, lange Zeit und jedes Jahr wieder, sind meine zweibeinigen Lieblinge in den Urlaub an die Nordseeküste Dänemarks gefahren. das war vor Ort wirklich super, denn dort gab es herrliche Dünenlandschaften und die Nordsee imponierte mit großen Wellen. Ich konnte mich richtig austoben. Aber leider war die An- und Abreise so lang und ebenso langweilig. Daher schlug mein Herz gleich viel schneller als ich mitbekam, dass es diesmal an die Ostsee gehen sollte. Hauptsache Wasser ist im Spiel, war mein erster Gedanke. Klein-Maggie musste ich erstmal erklären was ein Meer ist und wie toll man darin baden konnte. Sie hat dies offensichtlich nicht verstanden, denn sie erklärte mir, wer bei diesen Temperaturen ins Wasser geht muss einen an der Klatsche haben.
Der kleine Urlaubsort war sehr hüsch und ich habe schnell mitbekommen, dass täglich kleine Fischkutter in See stechen, um ihren Fisch zu fangen. Ich war empört darüber, so wunderbare Meeresbewohner einfach aus dem Meer zu holen, auszunehmen und dann auch noch in einen mit Rauch zu hängen. Meinen die Fischer etwa, doppelt abmurksen hält besser? Ich beschloss dem Einhalt zu gebieten und habe mich ganz früh auf einen dieser Kutter geschlichen und in einem Schlauchboot versteckt.

Ich musste nicht lange warten und zwei wilde Gesellen, offensichtlich die Fischer, ließen den Schiffsdiesel an und langsam tuckerte das Schiff auf die offene See. Mein Plan war es, immer wenn die Netze eingezogen werden sollten, diese mit einem Messer zu zerschneiden und so konnten dann die kleinen Fischlein wieder ins Meer springen. Bevor ich meinen Plan jedoch in die Tat umsetzen konnte, bemerkte ich ein nicht gekanntes grummeliges Gefühl in meiner Magengegend. Auch mein Blickfeld veränderte sich zunehmend. Gleichzeitig wurde mein empfindliches Hörvermögen durch einen grottenschlechten Gesang gestört. "Jahn und Hein und Klas und Pid, die haben Bärte die dürfen mit", sangen diese beiden Gesellen in einer Tour. Den weiteren Text müssen sie vergessen haben, denn dieser Sprechgesang wiederholte sich ständig. Das war zuviel. Mit einem großen Satz sprang ich aus dem Schlauchboot und kotzte mein Frühstück auf den Stiefel einer der Beiden. Für Sekunden herrschte absolute Stille, diese wurde dann von einem Wutschrei unterbrochen. Einer der Fischköppe packte mich am Genick und faselte von einem blinden Passagier. War ich etwa gemeint? Die Beiden stritten darüber, ob man mich nach alter Seemannssitte über Bord werfen sollte. Ich musste schnellstens etwas tun, sonst landete ich wirklich noch im Wasser. Zum Glück hate ich mein Halsband um und in dem steckte die Kurkarte. Jawohl, auch Hunde müssen zahlen und bekommen eine Kurkarte. Es gelang mir, die Aufmerksamkeit der beiden Plattnasen darauf zu lenken. Sie erkannten schnell, dass sie einen "Kurgast" an Bord hatten und freuten sich schon auf den Finderlohn.
Meine treue Maggie hat mich natürlich von Anfang an gewarnt, so ein riskantes Ding abzuziehen. Sie stand am Strand und hat sehnsüchtig auf mich gewartet. Als sich das Boot wieder dem kleinen Hafen näherte, stand sie schon am Kai. Es war für mich hochpeinlich, dass ich am Genick gepackt von Bord getragen wurde. "Da ist ja noch so ein Früchtchen", bemerkte einer der beiden Entführer. Diesen Augenblick der Unaufmerksamkeit nutzte ich und konnte dem festen Griff entweichen. Auch Maggie erkannte die Situation blitzschnell und wir haben Fersengeld gegeben. Wir ließen zwei verdutzte Fischer zurück und ich musste Maggie schwören, niemals wieder einen Fischkutter zu betreten.
Kuscheltiere
Hallo Leute, heute möchte ich euch einige Bilder von uns Kuscheltieren präsentieren, ohne Kommentar, die Aufnahmen sprechen für sich.
Höhere Mathematik
Hallo Leute, klagen eure Leinenträger nicht auch ständig darüber, zu wenig Gehalt zu bekommen und ihre Arbeitskraft mehr wert ist? Bei uns geht das ständig so. Mein kopfgesteuerter kleiner Bauingenieur labert ständig davon endlich mehr Gehalt bekommen zu müssen und wollte nun ein ernsthaftes Gespräch mit seinem Chef führen. Er grübelte lange wie er es denn anstellen sollte, den Vorturner von der berechtigten Gehaltserhöhung zu überzeugen. Endlich erhellte ein spitzbübisches Lächeln seine Gesichtszüge und er murmelte leise: So überzeuge ich dich.
Duftnoten
Hallo Leute, ich hoffe ihr habt die vielen Braten und Süßigkeiten gut verdaut. Bei dem ein oder anderen soll es ja zu Mgenverstimmungen gekommen sein. Wie unangenehm. Ich habe in einigen dieser Fachbücher mal nachgelesen und festgestellt, dass und Englischen Bulldoggen nachgesagt wird, dass wir viel rülpsen und unangenehme Düfte ablassen. Das mit dem Rülpsen kann ich nicht bestätigen, jedoch die Luftverbesserungsmaßnahmen treten hier und da schon mal auf. Dabei habe ich festgestellt, dass doch die unterschiedlichsten Arten auftreten. Hier nun eine kleine Auswahl:
Der Stille: Kommt sehr leise daher, kaum zu bemerken, leichte Duftnote, kurzlebig
Der Heimtückische: Schwere Duftnote, atemraubend, lang anhaltender erdiger, muffiger, modriger Duft, minutenlanger, schwerer Abgang, wirkt nachhaltig
Der Kurzlebige:Verspielt, extrem kurze aber blumige Note, leichter und schneller Abgang
Der Urgewaltige: Kommt mit Donnerhall, kurz und knackig, keine erkennbare Duftnote, verfliegt schnell, gern in Verbindung mit dem Mehrfachknaller
Der Softige: Kaum wahrnehmbar, leichtes, würziges Aroma, schnell verflüchtigt
Der Mehrfachknaller: Ähnlich wie der Urgewaltige, jedoch mehrfach Auslösung, schreckt auf, wird oft durch einen leisen und zarten Stillen beendet.
Na, den ein oder anderen wiedererkannt?
Der Hundealltag
Möchtet ihr euch gerne von eurem Hund an der Leine durch die Fußgängerzone zerren oder sich jedes Mal wenn ihr euch seinem Fressnapf nähert die Zähne zeigen lassen? Bestimmt nicht und so sind einige grundlegende Regeln im Umgang mit unseren vierbeinigen Freunden erforderlich. Diese gelten unabhängig von der Größe und Rasse der Hunde.
Ihr habt endlich euren kleinen Liebling im Alter zwischen 8 und 10 Wochen von dem Züchter abgeholt und nun versucht der Welpe bei euch ein neues Heim zu finden. Plötzlich getrennt von dem Muttertier und seinen Geschwistern ist er auf sich allein gestellt und sucht nun neue Bezugspersonen, denen er zukünftig sein kleines Herz anvertrauen möchte. Seit euch insbesondere in den ersten vier Monaten dieser Aufgabe bewusst, denn in dieser Phase wird er für sein Leben geprägt. In dieser Zeit lernt er, was er darf und was er nicht darf. Die Sozialisierung muss in diesem Zeitraum stattfinden und ihr werdet eine tolle gemeinsame Zukunft mit eurem neuen Hausgenossen haben.
Unterliegt nicht dem Charme eures kleinen Freundes. Ein energisches "Nein" wird in den ersten Wochen ein wichtiger Bestandteil eures Sprachschatzes sein. Auch wenn es manchmal innerlich schmerzt, ihr müsst euch durchsetzen und alle Dinge die ein Hund nun mal nicht darf verbieten. Hat er aber gehört, müsst ihr ihn auch überschwänglich loben. Kümmert euch dabei nicht um Passanten, die euer Verhalten etwas sonderbar betrachten. Das Loben eures Hundes ist in diesem Augenblick viel wichtiger.
Ihr habt euch entschlossen mit eurem Kleinen eine Welpenspielstunde, einige sagen auch Welpenkindergarten, zu besuchen? Dann habt ihr eine gute und wichtige Entscheidung getroffen. Wichtig ist jedoch, dass ihr den Unterricht, bevor ihr mit eurem Welpen beginnt, diese Schule bzw. diesen Hundeverein genau anschaut. Achtet dabei auf die Größe des Platzes, ist ausreichend Auslauf vorhanden, besteht der Untergrund aus Rasen oder etwa nur aus gestampften Boden, der sich bei jedem Platzregen in eine Moorlandschaft verwandelt. Entscheidend jedoch ist der Umgang der Hundetrainer mit den ihn anvertrauten Hunden. Solltet ihr großes Geschreie und Brüllereien vernehmen, dazu noch gepaart mit Würgehalsbändern, die eurem Liebling den Hals abwürgen, dreht auf dem Absatz um und sucht das Weite. Leider sind derartige Hundeschulen und Vereine, die ihre Trainingsmethoden immer noch aus der Steinzeit versuchen umzusetzen, immer noch vorhanden. Eine gute Hundeschule zeichnet sich im respekt- und liebevollen Umgang mit den Vierbeinern aus. Die Anreize für euren Hund etwas zu lernen, bestehen hier aus unendlich viel Lob und natürlich als Belohnung ein Leckerlie. Mit viel Geduld, aber auch wenn nötig mit energischen Worten, werdet ihr viel Freude und einen treuen Begleiter an eurer Seite haben.
Oh, Tannenbaum
Hallo Leute, es ist wieder soweit, das Weihnachtsfest kündigt sich an. Auch bei uns ging es schon hektisch los. Wölfilein wollte in diesem Jahr den Weihnachtsbaum schon Ende November in der Stube aufbauen und schmücken. Annemarie war natürlich gegen so eine, wie sie meinte, schwachsinnige Idee. Einen Tannenbaum so früh im Zimmer aufzustellen bedeutete für sie nicht nur Freude sondern auch viel Stress, wegen der Nadeln und so. Als Wolfgang dann doch plötzlich mit einer Nordmann vor der Tür stand, hatte sie keine andere Wahl und die Dinge nahmen ihren vorhersehbaren Lauf.
Es fing damit an, dass mein kleiner Bauingenieur beim Kauf des Baumes offensichtlich den Zollstock vergessen hatte, denn der Baum war zu hoch für das Wohnzimmer.Er wollte die Tannenspitze retten und seinen Fehler vertuschen, in dem er behauptete in einer Fachzeitschrift gelesen zu haben, dass der neueste Trend schräg aufgestellte Bäume sind. Unser Frauchen bekam einen Schreikrampf und fuchtelte mit der Baumsäge herum. Dieses Argument überzeugte Wolfgang und der Baum war ohne Spitze, dafür passte er jetzt unter die Zimmerdecke. Es hat mich gefreut, dass wir endlich etwas erfrischend Grünes im Haus haben und so wurde das Tannengrün erst einmal angestrullt. Maggie wollte das auch gleich probieren, musste aber feststellen, dass sie ein Mädchen ist und so gab es einen kleinen See unter dem Grün.
Wolfgang war mir dem Sortieren und Ordnen des Baumschmuckes beschäftigt. Sorgfältig breitete er die Utensilien auf dem Boden aus. das war ein Fehler. Bei uns gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Was auf dem Boden liegt, ist unser. Klein-Maggie schnappte sich sofort einen Weihnachtsmann, ein handgeschnitztes Exemplar aus dem Erzgebirge, der Sekunden später kopflos war. Gerade sollte ein kleines Engelchen seine Flügel verlieren, als Wolfgang sie im Genick packen wollte. Er sprang zu ihr, verhedderte aber seine Quadratlatschen in dem Kabel der Weihnachtsbaumbeleuchtung. Irgendwie bekam eines seiner Beine wieder Bodenkontakt, allerdings in Maggies kleinem See. Nun gab es keinen Halt mehr. Er schlug auf den Boden und riss mit dem zu kurz gewordenen Beleuchtungskabel den kompletten Baum um. Er lag wie ein Maikäfer auf dem Rücken und wir einträchtig auf dem Sofa und taten wie immer in solchen Situationen, unschuldig.
Faustdick
Hallo Leute, unsere kleine Maggie ist erst drei Monate alt und benimmt sich schon wie ein junges Fräulein. Wenn mein Wölfi nach getaner Arbeit die Haustür öffnet, springt und läuft sie mit kokettem Hüftschwung auf ihn zu und schmiegt sich so fest an seine Beine, dass diese fast den Stand verlieren. Ich kann gar nicht so schnell reagieren, schließlich muss ich erst mein Haupt heben, prüfen wer da kommt und entscheiden ob es sich überhaupt lohnt aufzustehen. Natürlich begrüße ich Wolfgang auch herzlich, aber eben auf Männerart. Ein kräftiger Kopfstoß in seine Kniekehlen, die auch sofort zusammenzucken, zeigt ihm, dass er wieder zu Hause bei seinen Lieblingen ist.
Ich liege in meinem Riesenkorb im Wohnzimmer und habe ständig fünf Kauknochen, die auf dem Teppich verteilt liegen, im Blick. Von den fünf Knochen sind zwei unbenutzt, zwei angekaut und einer völlig zerkaut. Je nach Lust und Laune schiebe ich einen von diesen Dingern im meine Schnauze und kaue genüsslich darauf herum. Bis, ja bis Maggie kommt. Ich habe schon alles versucht, ihr einen der herumliegenden Kaudinger schmackhaft zu machen. Aber nein, es muss der sein, mit dem ich mich gerade beschäftige. Unter Einsatz ihrer spitzen Haifischzähne werden meine Ohren, meine Lefzen oder meine Beine traktiert. Neuerdings setzt sie schon die Waffen einer Frau ein. Sie wackelt mit ihrem süßen Po vor meiner Nase und mein Kopf folgt automatisch diesem rhythmischen Bewegungsablauf. Meine Zunge muss dann über ihr sanftes Hinterteil streichen und der Kauknochen fällt aus meinem Maul. Darauf hat diese kleine Mistbiene nur gewartet. Während ich noch träume, dreht sie sich blitzschnell um und schnappt sich das Objekt der Begierde. Da ich nicht total wie ein Depp dastehen möchte, schließlich meine ich der Herr im Haus zu sein, nehme ich die Verfolgung auf und im Wohnzimmer entwickelt sich eine wilde Hatz.
Die donnernde Stimme von Wolfgang beendet die Angelegenheit und wir beide sind in sekundenschnelle harmlose Lämmchen, für einen kurzen Augenblick.
Die Bitte eines Hundes
Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.
Sprich manchmal mit mir, auch wenn ich Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.
Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass mein Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchel Deiner Hand zu zerquetschen vermögen, ich aber keinen Gebrauch davon mache
Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.
Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nie ein ! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde - ich habe nur Dich !
Wisse, wie immer an mir gehandelt wird, ich vergesse nie.
Ehe Du mich bei der Arbeit scheltest, bockig oder faul nennst, bedenke: Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.
Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt.
Gehe jeden schweren Gang mit mir, sage nie:" Ich kann so etwas nicht sehen" oder " Es soll in meiner Abwesenheit geschehen."
Alles ist leichter für mich mit Dir !
Lehrjahre
Hallo Leute, die kleine Maggie hält mich ganz schön auf Trapp. Meine Leftzen kennen jeden ihrer kleinen Kuchenzähne und meine Ohren scheinen auch schon etwas kürzer geworden zu sein. Meine kleinen Päuschen kann ich im Moment vergessen. Ständig wuselt dieses kleine Biene um mich herum. Ich habe daher beschlossen, dass nun Schluß ist mit Lustig. Wir Englischen Bulldoggen haben schließlich einen Ruf zu verteidigen.
Etwas länger dauerten unsere Übungen zum Ignorieren. Inzwischen haben wir unser Verhalten perfektioniert. Werden wir gerufen, schauen wir demonstrativ jeder in eine andere Richtung. Ich kann mit Stolz sagen, dass wir beide ein tolles Team geworden sind. Unser Meisterstück haben wir am letzten Samstag abgeliefert. Annemarie und Wolfgang haben es sich schön gemütlich gemacht und jeder hatte einen Teller mit einem Spritzkuchen vor sich auf dem Couchtisch stehen. Spritzkuchen wollte ich schon immer mal probieren. Ein kurzer Blickkontakt zu Maggie und schon tat sie so, als ob sie auf den Teppich puschen wollte. Annemarie und Wolfgang sprangen gleichzeitig unter Begleitung eines Aufschreies auf und stürzten sich auf Maggie. Das war meine Gelegenheit. Dieser wunderbare Spritzkuchen schwebte plötzlich vor meiner Nase, schob sich ganz langsam vor mein geöffnetes Maul und ließ sich auf meiner Zunge nieder. Wie von selbst klappten die Kiefer zusammen und meine Zähne bohrten sich in die Kuchenmasse. Einmal geschluckt und schon war der Kuchen verschwunden. Ich legte mich sofort nieder, schloss meine Augen und genoss den Nachgeschmack. Natürlich wurde ich sofort verdächtigt. Da ich aber keinen Krümel zurückgelassen hatte, konnte ich nur verdächtigt werden. Wir leben schliesslich in einem Rechtsstaat und da gilt: Die Schuld muss bewiesen werden.
Eine Seefahrt die ist lustig
Ein Frachtschiff mit dem Namen Glücksfee wurde zum Transport von 30 bis 40 Personen vorbereitet, denn die Bauabnahme sollte diesmal auf dem Wasser stattfinden. Hierzu wurde der Frachtraum gesäubert, Bestuhlung aufgebaut, ein großer Grill installiert und schließlich die Krönung, eine "Haifischbar" eingerichtet. Alkoholische Getränke jeder Art standen bereit. Auf Wasser wurde verzichtet, denn man war ja von diesem reichlich umgeben.
Der Wettergott war freundlich gestimmt und so strahlte die Sonne mit aller Kraft auf die freudig gestimmte Gesellschaft. Schon nach einer Stunde zeigten sich die ersten Auswirkungen. Hemden wurden geöffnet, die Köpfe wurden knallrot und die Aufnahme geistiger Getränke erheblich gesteigert. Als der erste Teilnehmer meinte, er müsse sich jetzt und sofort im Wannsee abkühlen, wurde vorsichtshalber die Rückfahrt angetreten.
Das Motorschiff Glücksfee war mit zwei Schiffsführern besetzt. Otto Gahlke, genannt Dreifinger-Jo, zwei Finger der linken Hand waren einem Kreissägeblatt im Weg und Whisky-Walter, steuerten das Schiff anfangs mit ruhiger Hand. Durch die Stimmung an Bord inspiriert, griffen die Beiden auch zum süßen Most. Mit dem Komando: Wende über Backbord, steuerten sie das Schiff schlingernd Richtung Ufer. Die kräftigen Schlucke aus der Pulle zeigten ihre Wirkung, was sich insbesondere in ihrer Sehkraft niederschlug. Beide sahen doppelt und somit vier Anlegestege. Da sie sich nicht einigen konnten welcher nun der richtige ist, handelten sie nach dem Motto: Lieber eine schneidige Havarie als ein lasches Anlegemanöver. Es wurde eine schneidige Havarie.
Der Schiffsboden knirschte und ächste, als er sich in voller Fahrt auf das Ufer schob. Mit einem Ruck kam das Schiff zum Stillstand und die Gesellschaft zur Ruhe. Piepe übernahm sofort das Zepter und leitete erste Rettungsmaßnahmen ein. Ein mitgeführter Landsteg wurde aufgebaut und die Verbindung zwischen Schiff und Ufer hergestellt. Alle wurden heil ans Ufer gebracht und man beschloss diese wunderbare Tour möglicht schnell zu wiederholen. Zur Vermeidung ähnlicher Zwischenfälle sollten die Schiffsführer aber in ihrem Steuerhaus eingeschlossen werden.
Ich habe fertig, Flasche leer
Hallo Leute, ich habe mich gerade still und heimlich zum Computer geschlichen, um euch das neueste zu berichten, Der Zeitraum in dem Maggie schläft, ist die einzige Gelegenheit mal durchzuschnaufen. Die flotte Biene hält mich ständig auf trapp und ich leide an totaler Übermüdung. Nach diesen wenigen Tagen unseres Zusammenseins ist mein Akku schon fast leer. Aber wie jeder Vater kann ich ihr nicht böse sein.
Gerade vor etwa einer Stunde hat sie sich meinen Lieblingsknochen gegriffen. Alle meine Versuche, den Knochen wieder in meinen Besitz zu bekommen, blieben erfolglos.
Sie verteidigte das blöde Ding so lange, bis ich das Interesse verlor.
Als Wolfgang kam und mit ihr schimpfen wollte, spielte sie die Unschuld vom Lande. Kann man diesen Augen böse sein?
Viel schlimmer aber ist der Kampf um mein Bett. Sie schubst und drängelt, zwickert mich und meint für ihren Babyschlaf braucht sie ausreichenden Platz.
Und wie immer sitz ich draußen und gucke blöd, während sie mir die Zunge rausstreckt. Ich beantrage eine Kur!
Na endlich, Maggie ist da !
Hallo Leute, endlich war es soweit, Maggie ist da. Die kleine süße Motte hat sich schon am ersten Tag toll bei uns eingelebt. Mir macht sie das Leben im Moment etwas schwer, denn sie kennt überhaupt keinen Respekt. Weder vor dem Alter noch vor der Größe. Ich meine, das wird mal ein tolles Fräulein.
Mit ihren 8 Wochen schiebt sie schon eine ganz schöne Welle.
Sie mischt sich auch gleich in Dinge ein, die sie in ihrem Alter noch gar nichts angehen.
Das Herz von Florian hat sie auch gleich im Sturm erobert.
Zum Glück muss auch Maggie mal schlafen.
Zu Zweit ist es aber viel gemütlicher.
Piratengeschichten
Hallo Leute, wusstet ihr, dass ich in meinem früheren Leben als Pirat die Weltmeere unsicher gemacht habe? Na klar doch, mit meiner dreimastigen Schaluppe , der ich den Namen Sandfurz gegeben habe, lehrte ich den Händlern und Kaufleuten mit ihren dickbauchigen Schiffen das Fürchten. Mein stolzes Schiff trägt den Namen nicht ohne Grund. Bei unseren waghalsigen Manövern ist es öfter vorgekommen, dass aufgrund eines Navigationsfehlers meines 1. Offizieres, eine Mischung aus Beagle und Spitz, mein stolzes Schiff auf einer Sandbank festsaß. Kaum war das Schiff zur Ruhe gekommen, stieg eine große Luftblase am Heck auf und durchbrach glucksend die Wellen. Das konnte eben nur ein Sandfurz sein und so bekam mein Schiff seinen Namen. Meine Mannschaft, eine Mischung aus den wildesten Hundegesellen, war kühn und zu allem entschlossen. Einige von ihnen hatten zwar nur ein Gehirn in Erbsengröße, aber dies tat ihrem Mut keinen Abbruch. Mein Kanonier traf feindliche Schiffe noch nicht einmal wenn man sie schon anfassen konnte und mein Ausguck meldete ein Riff grundsätzlich erst, als wir schon aufgelaufen waren.
Mein Name , Winston Fitch-Churchill, verbreitete Schrecken und Angst. Ich hatte nur einen Freund und das war mein Papagei Kunibert. Nur ihm vertraute ich, und er war der Einzige der wusste, wo ich meine Schatztruhe aufbewahrte, wenn ich sie nicht gerade auf dem Arm trug. Leider hatte ich vor einigen Jahren mein Bein durch einen Badeunfall verloren. Ich ließ unser Schiff in einen Flusslauf steuern. Die Mannschaft sollte sich von den Anstrengungen der letzten Monate erholen und auch ich hatte eine Pause dringend nötig. Ich ließ meine mit Hühneraugen gespickten Füße im Wasser baumeln und vertiefte mich in die neuesten Bullyman - Nachrichten. Leider bemerkte ich zu spät, dass sich ein Schwarm Piranhas über mein linkes Bein hergemacht hatten. Da half nun auch kein Jammern mehr, das Bein musste ab.
Selbstverständlich wollte ich kein Holzbein haben, in das sich die Holzwürmer einnisten konnten. So beauftragte ich meinen Schwager, genannt Black Steel, mit der Herstellung eines Eisenbeines. Dieses war zwar wesentlich schwerer als ein Holzbein, dafür aber unverwüstlich. Außerdem konnte ich meiner ungehobelten Mannschaft damit so richtig in den Allerwertesten treten.
Es gab nur eine Person auf dieser Welt die ich ehrfürchtig anerkannte: Sein Name war Lord Nelson. Als ich ihm das erste Mal begegnete, dachte ich mich im Spiegel zu erkennen. Die gleichen entschlossenen Gesichtszüge und stechenden Augen. Die herrischen Bewegungen und das dominante Auftreten zeugten von uraltem Adelsgeschlecht der Bulldogs. Bei einem Fässchen echten französischem Quellwasser sind wir uns näher gekommen und haben beschlossen, dass es nur eine wahre Rasse gibt: Die Englischen Bulldoggen.
Alimente
Hallo Leute, es gibt Dinge in unserer Welt, die fasse ich einfach nicht. Einigen wenigen von euch wird bekannt sein, dass für nicht eheliche Kinder Unterhalt, sprich Alimente, zu zahlen ist. Das ist doch wohl selbstverständlich, bei den Zweibeinern. Wer das Vergnügen hatte und auch noch produktiv war, muss sich eben kümmern. Ich hatte das Vergnügen, war produktiv und damit war die Sache für mich erledigt, dachte ich. Annemarie und Wolfgang wollten die Welpen in Magdeburg besuchen und ich sollte mit. Mir schwante schon wo der Hammer hängt und ich beschloss krank zu sein. Erst kötzelte ich den Laminatboden voll, dann litt ich unter plötzlicher Atemnot mit Ohnmachtsanfällen. Es half alles nichts. Ich musste mit.
Kaum waren wir angekommen, verdunkelte sich der Hundehimmel und mein wunderschöner Engel Doris verwandelte sich in eine wilde Furie. Ich sei ein treuloser Patron, ein Taugenichts, ein Streuner ein herzloser Geselle und so weiter. Peinlich für mich war, dass da so ein schmalbrüstiges halbes Hemd rumstand. Der meinte doch tatsächlich die Kleinen seien "mega-ober-affen-geil". Wie spricht der Kerl denn über unsere Kinder?
Bei einem längeren getrennten Spaziergang haben wir unsere Gedanken neu sortiert. Jetzt war für mich der Zeitpunkt gekommen meine kleine Königin zu überraschen. Ich erklärte ihr stolz wie Bolle, dass Maggie mit zu uns nach Berlin kommen wird.
Für Doris gab es nun kein Halten mehr. Mit ihren wunderbaren dunklen und sinnigen Augen schaute sie mich verliebt an und rieb ihre sanfte und kühle Nase an meinen Lippen. Ihr Blick sagte mir: Das haben wir gut hinbekommen und vergiss mich nicht.
Bilder von Maggie
Hallo Leute, ohne viel Kommentar einige Bilder von Maggie, 5 Wochen alt. Die Bilder sprechen für sich.
Auf dem Bau
Hallo Leute, einigen von euch ist bekannt, dass mein Stöckchenwerfer Wolfgang auf dem Bau tätig ist. Aber nun nicht etwa als popliger Arbeiter, nein er gehört zu den Kopfgesteuerten und ist das Oberlicht der Firma. Allabendlich muss sich meine kleine Annemarie den Tagesablauf meines Herrschers anhören. Wolfgang hat manchmal über Dinge und Ereignisse berichtet, die wollte ich nicht glauben. Ich habe dann solange gebettelt, bis ich endlich zu einem Baustellenbesuch mitgenommen wurde.
Mir wurde eingeschärft, sich anständig und einer Englischen Bulldogge würdig zu benehmen. Wir besuchten also an einem Mittwoch eine Baustelle irgendwo am Teltowkanal. Ich fühlte mich schon auf der Fahrt zu der Baustelle wie der Chef persönlich, denn ich saß hinten in einem tollen Oberklassewagen und hatte einen Privatchauffeur. Als wir endlich ankamen, stürzte ich gleich aus dem Auto. Mit einem Blick hatte ich die Lage erfasst. Blinker-Hannes, der Polier, hatte unser Ankommen bemerkt und sofort seine Truppe aus dem Schneckengang in den Galopp versetzt. Ich musste husten, soviel Staub wurde aufgewirbelt. Typisch, dachte ich, genau wie Wolfgang immer erzählt hat. Den Spitznamen bekam Blinker-Hannes weil sein rechtes Auge permanent zuckte. Während sich Wolfgang mit seinem Polier unterhielt, peilte ich die Runde.
Mir blieb natürlich nicht verborgen, dass unter einigen Holzbohlenstapeln Braunsche Röhren ( Fachbegriff für Bierflasche ) als Notration aufbewahrt wurden. Als ich sah, dass die Leute ein tiefes Loch in die Erde gruben, war ich empört. Wenn ich im Garten ein kleines Krümelchen Boden anrühre, bekomme ich was hinter die Ohren und Gartenverbot. Und hier dürfen ungestraft Riesenlöcher gebuddelt werden. In diesem Augenblick wünschte ich mir Pfoten wie ein Maulwurf. Mensch, was würde ich für eine Leistung erbringen. In dem tiefen Loch stand Tute-Lehmann, der Facharbeiter und rief zu Börnie, dem Helfer:" Börnie, schmeiß mich mal den Mottek runter." Für alle Laien: Mottek ist der Fachbegriff für einen großen Vorschlaghammer. Börnie, nicht unbedingt ein Geisteskind, tat wie man ihm sagte. In einem hohen Bogen flog der Hammer durch die Luft und traf den Schutzhelm von Tute-Lehmann. Durch die Wucht des Aufpralles schob sich der Helm bis auf die Ohren und brachte diese zum Abstehen. Prinz Charles wäre neidisch über solche Flatterohren. Mit einem Wutschrei sprang Tute aus dem Baugraben und versuchte krampfhaft den aufgepfropften Helm vom Kopf zu reißen. "Du bist ein selten dämlicher Hund", blaffte er Börnie an. Die Worte selten dämlicher Hund fasste ich als persönliche Beleidigung auf und habe Tute anständig angebellt. Der war so erschrocken, dass er gleich wieder in den Baugraben sprang.
Autowaschtag
Hallo Leute, habt Ihr schon mal so einen aktiven Waschtag mitgemacht? Ich meine damit: Autowaschtag. Bei uns, Entschuldigung bei Wolfgang, ist das ganz exrem ausgeprägt. Bereits Tage vor der eigentlichen Autowäsche nervt er uns mit seinem Gelaber, zum Beispiel welche neuen Reinigungsmittel er kaufen muss. Erst neulich hat er sich eine Zeitschrift von der Stiftung Warentest besorgt, die Ledertücher getestet haben. Ich kann Euch sagen, da wurden Tabellen über die unterschiedlichsten Lederarten und deren Vor- und Nachteile erstellt, Preisvergleiche durchgeführt und die Trocknungszeit der Leder dokumentiert. Als ich wagte zu erwähnen, dass ein selbst geschossener Elch in Schweden wohl die idealste Lösung darstellt, wurde ich aus dem Haus geschmissen. Bei diesem Thema versteht mein Wölfi überhaupt keinen Spaß. Aber nun zur Sache.
Samstagmorgen, 7.30 Uhr, der Wecker klingelt. Ich springe auf weil ich dachte der Rauchmelder ist angesprungen. Wer stellt sich denn für Samstags den Wecker? Na klar, es dämmerte in meinem müden Hirn. Heute ist doch Autowaschtag. Wolfgang ist so aufgeregt, dass die eigene Körperpflege etwas zu kurz kommt und das Frühstück bei Annemarie zum zweiten Waschgang bestellt wird. Noch etwas benommen torkele ich aus dem Haus und da steht das Objekt seiner Begierde, schön gerade auf dem eigens angelegten Waschplatz ausgerichtet. Als ich den Wasserschlauch in Wolfgangs Hand sah, war ich sofort hellwach. Mit einem katzenartigen?! Sprung schnappte ich mir das Ding und wollte Feuerwehr spielen. Jedoch war das Vergnügen nur einige Sekunden auf meiner Seite denn mir wurde Gartenverbot erteilt. Sehnsüchtig saß ich am Fenster und schaute zu wie Wolfgang das Auto ausgiebig duschte. So nach 10 Minuten hat Annemarie die Wasserspiele beendet und den Hahn abgedreht. Die darauf folgende Diskussion über Wasserpreise, Umweltverschmutzung und Klimawandel dauerte ca. 15 Minuten und aufgrund der starken Sonneneinstrahlung war der Lack wieder abgetrocknet. Zur Beruhigung der Gemüter gab es endlich Frühstück.
Der eigentliche Waschgang war von Wolfgang relativ schnell erledigt. Beim Polieren des Lackes aber dauerte es endlos lang. Zur besseren Übersicht habe ich auf dem Fahrersitz Platz genommen. Mit Kopf- und Pfotenbewegungen dirigierte ich meinen kleinen Putzteufel zu den noch vorhandenen Flecken. Den krönenden Abschluss des Autowaschtages bildete die Reinigung der Alufelgen unter Hilfe einer Zahnbürste. Da kann man auch einen Hamster bohnern lassen. ich spürte, dass etwas in der Luft lag, nämlich Regen. Anfangs noch kleine Tröpfchen entwickelten sich zu einem ausgewachsenen Platzregen. Ihr könnt Euch vorstellen was abging. Wolfgang wollte diese Typen vom Wetterdienst wegen ihrer unzuverlässigen Wettervorhersage verklagen. Er jammerte und war völlig verzweifelt. Annemarie rettete die Situation mit dem Spruch:" reg dich nicht auf, heute ist doch erst Samstag. Du kannst dich doch noch den ganzen Sonntag deinem Auto widmen." Wo sie recht hat, hat sie recht.
Moor- und Schlammbäder
Hallo Leute, immer wieder höre ich, dass die Zweibeiner verstärkt mit ihrer Wirbelsäule zu tun haben. Schmerzgebeugte Kreaturen schleppen sich mit letzter Kraft zu ihrem Arzt, um dann eine Spritze verpasst zu bekommen. Der Schmerz wird dann zwar gelindert aber die Ursache nicht beseitigt. Wolfgang hat es gerade wieder erwischt. Bedauerlich für ihn, gut für mich, denn ich weis er kann sich jetzt nicht so agil bewegen. Das inspiriert mich, meine kleinen Dummheiten auf die Spitze zu treiben. Habt ihr schon mal einen Zweibeiner, der vor Rückenschmerzen kaum laufen kann, gesehen, der mit uns Englischen Bulldoggen einen Wettlauf unternehmen will? Da kann ich doch nur mitleidsvoll grinsen und den nächsten Streich aushecken.
Dabei ist doch alles so einfach. Meine Devise lautet: Vorbeugen ist besser als Heilen. Dazu suche ich mir ein schattiges, sumpfiges Gewässer aus und springe ohne lange zu überlegen hinein. Mein Kopf muss selbstverständlich auch ausgiebig mit dem Schlamm in Berührung kommen. Und dann dieser Duft..........., modrig, nach faulen Eiern riechend, einfach betörend. Hier erhalte ich meine geistige Frische.
Es ist jedoch ratsam, seine Freude nicht so offensichtlich zum Ausdruck zu bringen. Mein Verhalten und Blick sind daher eher grimmig. So nach dem Motto: "Wer von euch hat mich in die Suhle geschubst?" Und schon geht das Theater los. "Ich hab doch gleich gesagt, lass ihn nicht von der Leine" oder "Der Hund ist total bekloppt, wie kann sich nur in so ein Modderloch schmeißen? Der kommt mir nicht ins Auto, kann laufen." Mich betrübt dies alles nicht. Nach dem Moorbad fühle ich mich ausgezeichnet und verstehe nicht, warum sich die Zweibeiner nicht auch mal richtig einsauen. Die Klamotten können gewaschen werden und das der Fahrer des Autos nur in Unterhosen sitzt, kann keiner sehen. Also Leute, bei einem der nächsten Spaziergänge Klamotten runter und auf in den Tümpel. Eventuell auch mit Gebrüll.
Knut, immer wieder Knut
Also Leute, ich weis ja nicht wie Ihr es empfindet, aber langsam kann ich den Namen Knut nicht mehr hören. Anfangs war ich total begeistert, wie ein kleiner Winzling das Leben erobert. Wie liebevoll der Pfleger Herr Dörflein, diesen kleinen Kerl großgezogen hat verdient meinen Respekt. Annemarie und Wolfgang sind auch dieser Knut - Manie verfallen. Natürlich musste die CD über Knut gekauft und angeschaut werden. Nun aber hat Knut ein Alter erreicht, da ist er einfach nur ein Eisbär, zwar noch ein junger kerl und grün hinter den Ohren, aber eigentlich nichts besonderes mehr. Ich beschloss die Aufmerksamkeit meiner Zweibeiner auf andere Dinge zu lenken.
Ich habe kürzlich einen kleinen Privatzoo eröffnet. Neben Elefanten, sogar ein Elefantenbaby ist dabei, Flusspferden und Bären, kann eine wunderbare Pflanzenwelt betrachtet werden. Einzigartig und darauf bin ich besonders stolz, ist der weltweit einzige Dschungel - Buddybär. Dieses Exemplar ist sein Eintrittsgeld ( drei Hundekuchen ) wert.
An dieser Stelle möchte ich Euch meinen Zoowärter, Mr. Arthur, vorstellen. Er wird in seiner Tätigkeit von Herrn Dörfilein unterstützt.
Also Leute, wenn Ihr Knut nicht mehr hören und sehen wollt, meldet Euch zu einer kleinen privaten Führung durch meinen Zoo an ( Wenn Wolfgang und Annemarie das lesen flippen die total aus ). Egal, ich freue mich auf das Eintrittsgeld.
Wichtige Eilmeldung
Ich bin ganz aufgeregt, denn soeben habe ich die ersten Bilder meiner sieben Lieben gesehen. Wenn Ihr tolle Welpen anschauen wollt dann unter www.bullblog.de. Für heute bekomme ich kein Wort mehr heraus und melde mich später mit weiteren Nachrichten.
Mimi, was soll das denn jetzt?
Leute, heute habe ich eine Sache mitbekommen, da ist mir fast der Draht aus der Mütze gesprungen. Man kann auch sagen: Ich glaube mein Schwein pfeift.
Zur Vorgeschichte. Annemarie und Wolfgang haben Überlegungen angestellt, einen neuen Wagen zu kaufen. Der jetzige, ein Ford Fiesta, ist zwar ein tolles Auto aber eigentlich zu klein. Wolfgangs heimlicher Wunsch war es schon immer, so eine Art Geländewagen, der aber die Vorzüge eines gutklassigen PKW aufweist, zu fahren. Und wenn Wolfgang einen Wunsch hat, tut er alles damit auch Annemarie recht bald davon überzeugt ist. In einem ersten Schritt redet er beiläufig darüber wie wenig Platz sein geliebter Hund in dem Fiesta hat. ( Ich soll schon steife Gelenke gehabt und verkrampft gewesen sein!!!??? ) Unterwegs während des Fahrens deutet er immer auf Autos, die ihm gefallen könnten. Der winzige Keim des Interesses ist also bei Annemarie gelegt. Schritt zwei bedeutet, dass Wolfgang rein zufällig und weil er Zeit hatte ( ??? ) einen Autohändler aufgesucht hat und prall gefüllte Plastiktüten mit Prospekten und infomaterial nach Hause anschleppte. Er wolle sich nur mal informieren und zufällig liegt das bereits ins Auge gefasste Modell obenauf. Der Keim in Annemarie beginnt zu sprießen. Schritt drei ist der krönende Abschluss und Generalangriff. Das Wunschfahrzeug steht zu einer Probefahrt vor der Tür. Gerade heute und zu dieser Stunde war der Wagen zufällig frei und rein zufällig ist es Samstag, die Probefahrt kann also etwas länger ausfallen. Natürlich besitzt der Wagen Vollausstattung, alles wa das Herz begehrt. Der Keim in Annemarie hat sich zu einer vollen Blüte entwickelt. Gemessen an der Vorarbeit war der Kaufabschluss geradezu lächerlich. Und nun kommt Mimi ins Spiel, die zukünftige Schwiegertochter.
Mimi hat nun auch eine kleine Homepage eingerichtet und einer ihrer ersten Beiträge wurde unter dem Titel: "das neue Auto meiner Schwiegereltern oder warum scheint es so wenig umweltfreundliche Autos zu geben? " veröffentlicht. Au backe, kann ich da nur sagen. Wolfgang ist dem Grunde nach ein sehr verträglicher Vertreter seiner Rasse aber ich kenne ihn inzwischen als ob ich ihn gemacht hätte. Er saß vor dem Computer, die Marlboro unangezündet in den Mundwinkeln ( ein Zeichen höchster Anspannung oder der Vulkan steht kurz vor dem Ausbruch ), schüttelte den Kopf und murmelte immer wieder: " Mimi, was soll das denn jetzt? " Der Inhalt dieses vor Ökologie triefenden Machwerkes machte ihn unheimlich wütend. "Churchill, mein einziger guter Junge, Du weist wie sehr ich mich um Alternativen zu unserem neuen Auto bemüht habe. Ich werde sie Dir nochmals aufzählen. Anscheinend bist Du der Einzige, der das überhaupt versteht."
Klar wusste ich was Wolfgang meinte. Er hat sich wirklich mit Bauer Schulte in Verbindung gesetzt um dessen alten Klepper zu kaufen. Aber leider war dies nur ein Einsitzer mit gerade mal einem PS. Und dann die Umweltverschmutzung durch die Abgase, Entschuldigung Pferdeäppel. Die haufen waren so groß, dass eine Reisetasche zur Aufbewahrung der Hinterlassenschaft benötigt wurde. Nein, kam nicht in Frage. Interessanter war die Neuentwicklung eines japanischen Ingenieurs. Er hatte einen kombinierten Bio-Diesel / Furzgasantrieb entwickelt. Die Sache war ganz einfach. Im Schlafzimmer wird ein Furzgaswechselbehälter aufgestellt, der über eine Absauganlage die entweichenden Gase, die wiederum über eine luftdichte Plastikwindel, verfügbar in den Größen S bis XXXL, aufgefangen werden, sammelt. Es können bis zu vier Anschlüsse gleichzeitig betrieben werden. Morgens wird der gefüllte Behälter in den Motorraum eingesetzt und ab geht es mit Knallgas.
Mir schwanden die Sinne. Soll ich als potentieller Tatvertächtiger in Angelegenheiten der schlechten Raumluft etwa auch so ein Ding tragen? Die spinnen doch wohl die Japaner! Es ist mein Furz und meine eigene Duftnote, die ich nun schleunigst zum Patent anmelden werde.
Die Angelegenheit hat sich zum Glück erledigt, wegen der Kosten. Das japanische Fahrzeug war sehr günstig zu bekommen, allerdings betrugen die Schiffstransportkosten den fünffachen Wertes des Autos. Damit wurde der Gedanke begraben. Es bleibt also bei dem neuen Wagen und ich freue mich schon sehr darauf. Und zu Dir liebe Mimi, was soll das denn jetzt?
Shopping
In Tegel waren die Straßen brechend voll und die Chancen einen Parkplatz zu finden fast aussichtslos. Da Wolfgang zu geizig war, einen Euro für die Parkplatzgebühr auszugeben, fuhren wir so ca. 20 Minuten im Kreis. Endlich hatte er eine Lücke erspäht, für meine Begriffe eine zu kleine. Trotzdem machte er den Versuch das Auto vorschriftsmäßig einzuparken. Ich legte meinen Kopf auf die Vorderpfoten und schloss die Augen. Es knirschte erheblich, als die Stoßstange das Blech eines anderen Wagens schrammte. Annemarie fragte wie man sich nur so dumm anstellen kann und Wolfgang stellte die Frage, wer auf die saublöde Idee gekommen ist Samstagvormittag unbedingt nach Tegel fahren zu müssen. Es folgte eine lebhafte Diskussion, die auch an Lautstärke zunahm. Ich gähnte und dachte: " Das kann ja heiter werden."
( Aus Datenschutzgründen zeige ich nur das Strullen in der Natur )
Nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten und der Schaden begutachtet wurde ( war alles halb so schlimm ) trotteten wir durch die Fußgängerzone. Ich langweilte mich zu Tode, dort ein Schaufenster und da ist ja auch noch eins. Vor einem Uhrengeschäft blieb Wolfgang wieder stehen und schaute sich die Uhren interessiert an. Ich glotzte ebenfalls und fand, das was ich sah jedoch ätzend. Unerwartet drangen folgende Worte an mein Ohr:"Äh Olle, kick ma da, een fätta Mobs." Ich rang nach nach Luft und Fassung, denn offensichtlich war ich gemeint. Langsam drehte ich mich um und sah einen so was von fetten Sack vor mir stehen. Wenn der an seiner Wampe runterschaute konnte er seine Schuhspitzen nicht erkennen. Zum Wasserlassen musste der sich bestimmt setzen oder benutzt einen Spiegel. Und der nennt mich fetter Mobs? Ich spannte meinen Colt, schritt auf ihn zu, hob mein Bein und strullte an seine tarnfarbene, ausgebeulte Jogginghose. Da er sich angeregt mit seiner Frau unterhielt, hat er den Vorfall nicht mitbekommen. Aber Wolfgang. Auch er war empört über die Worte dieser Type, wollte sich mit dem Proll jedoch nicht anlegen. Er tätschelte meine Schulter und lobte mich ausgiebig. "Fein gemacht Churchill und jetzt ab nach Hause."
Ich werde Papa !!!!!!!!!!!!!
Gestern nachmittag klingelte das Telefon und Annemarie griff nach dem Hörer. Na ja, dachte ich, wieder so ein etwas längeres Gespräch und streckte mich voll auf dem Sofa. Ein Freudenschrei drang an mein Ohr. Was war denn nun los?
"Churchill, du musst jetzt ganz tapfer sein", säuselte sie in mein Ohr. " Doris ist trächtig und hat sechs oder sieben winzige Babys in ihrem Bauch." Ich begriff erst gar nicht so richtig doch dann übermannten mich meine Gefühle. Ich werde Papa !!!!!!! Einfach unglaublich, aber wahr. Ich rannte gleich zum Auto, schließlich wollte ich meiner Doris beistehen, wurde aber zurückgepfiffen. Annemarie und Wolfgang erklärten mir, dass dies im Moment nicht geht, haben mir aber versprochen im August die kleinen Racker zu besuchen. Natürlich werde ich Euch in Wort und Bild berichten.
Ich wurde gezeichnet
Hallo, Leuteheute mal ganz kurz. Ich wurde von Stephanie gezeichnet und finde das Ergebnis super. Als Vorlage diente ein Portrait im Welpenalter. Wenn Euer Interesse geweckt wurde schickt mir eine Mail: WZeinert@aol.com. Über den Preis kann ich noch nichts genaues sagen, muss abgesprochen werden.
Original
Zeichnung
Meine Doris
Ihr kennt sicherlich die vielen Liebesfilme in denen so herzzerreißend geliebt und geküsst wird. Liebesfilme wo es noch die Liebe auf den ersten Blick gibt. Alles Blödsinn, habe ich immer gedacht und bei solchen Augenblicken herzhaft gegähnt. Für mich sind die heissen Actionfilme bei denen es so richtig kracht und knallt viel spannender. Da kann ich bei bestimmten Szenen blitzschnell aufspringen und mit lautem Gebell meinen Beitrag zum Film leisten. Eines Tages wurde ich eines Besseren belehrt................

Vor meinen Augen drehte sich alles und teilweise sah ich sogar schwarz/weiß.

Wir tollten im Garten umher und kamen uns immer näher. Jetzt wusste ich , was die Menschen an den Liebesfilmen so toll fanden.
Der Satz:"Schau mir in die Augen Kleines", hatte für mich plötzlich Bedeutung gewonnen. Doris schaute tief und lange und dann hat es gefunkt. An dieser Stelle muss ich abbrechen, denn der Gentleman genießt und schweigt. Vielleicht sehe ich Doris im August wieder und dann ?????????
Gartenarbeit
Annemarie und Wolfgang hatten beschlossen, eine neue Terrasse bauen zu lassen. Ich war ganz aufgeregt, als die Arbeiter endlich kamen und sehr viel Material, wie Felssteine, Natursteine und Pflanzen brachten. Schnell bemerkte ich, dass einer von ihnen panische Angst vor Hunden hatte. Da ich immer ganz lieb bin, habe ich das nicht verstanden und war bemüht ihm die Angst zu nehmen. Ich bin wie ein Kreisel um ihn herum gelaufen, sprang ihn an und bellte ein wenig. Er wurde zur Salzsäure. Dicke Schweißperlen standen auf seiner Stirn. Um die Angelegenheit zu entspannen, knurrte ich noch tief. Das war zuviel. Er packte seine sieben Sachen und verzog sich hinter das Tor. Wieder war Wolfgang der Spaßverderber. Er meinte, der Mann bekommt sein Geld fürs Arbeiten und nicht fürs Zittern. Ich bekam Gartenverbot.
Vom Fenster aus konnte ich die Arbeiten beobachten. Die Steinplatten wurden kunstvoll zugeschlagen, die Pflanzen ordentlich gesetzt. Ich wünschte mir, jetzt dabei sein zu können. Als endlich für die Leute Feierabend war, habe ich mir die Dinge genauestens angeschaut und wollte auch mal ein paar Platten bearbeiten. Leider musste ich feststellen, dass es doch einige Materialien gibt, die meinen Zähnen standhalten. Beim Umpflanzen hatte ich da doch schon mehr Erfolg. Die eingesetzten Moosröschen konnte ich schneller ausgraben als sie eingesetzt wurden. Der Rasen schien mir auch viel zu eben. Ich buddelte schnell einige Löcher, Wolfgang wollte doch schon immer mal mit Murmeln spielen.
Wolfgang kam hinzu und ich dachte einen Moment, das ist zuviel für ihn. Schnell setzte ich mein Unschuldsgesicht auf und zeigte mit meiner Pfote in eine bestimmte Richtung. Er war es!
Wie fordere ich zum Spielen auf?
Meine beliebteste Art zum Spielen aufzufordern ist eine Stellung, bei der ich den vorderen Teil meines Körpers tief beuge und meine Brust berührt dabei den Boden. Die Hinterläufe sind steif durchgestreckt. Ich fixiere meinen Partner und mache kurze, ruckhafte Vorwärtsbewegungen. Wenn mein Partner der Aufforderung nachkommt, folgt eine tolle Verfolgungsjagd mit anschließendem spielerischen Gerangel. Ich zeige damit an, dass ich keine Aggression oder Furcht empfinde.
Eine weitere hervorragende Art der typischen Spielaufforderung ist mein Spielgesicht. Wir Englischen Bulldoggen sind in der Lage, auf unser Gesicht ein Lachen zu zaubern. Hierzu wird die Ober- und Unterlippe horizontal weit nach hinten gezogen. Die Mundlinie wird länger und die Mundwinkel befinden sich in Ohrnähe. Die Schnauze wird leicht geöffnet aber ohne Zähne zu zeigen. Wenn wir unser Spielgesicht aufsetzen, kann uns keiner widerstehen.
Einen hohen Aufforderungscharakter hat bei mir das Spielzeugtragen. Ich streife durch den Garten und entdecke in der Regel eines meiner vielen Spielzeuge. Annemarie liegt gerade auf der Liege und will sich ein bisschen entspannen. das kann ich nicht zulassen. Mit meinem Spielzeug zwischen den Zähnen lege ich mich vor die Liege und fordere sie auf, nun endlich mit mir zu spielen. Reagiert sie nicht gleich, lege ich das Spielzeug auf ihre Beine oder ihren Bauch. Sobald sie anstalten macht danach zu greifen, springe ich mit meinem Spielzeug auf und renne davon. Wenn Annemarie hinter mit herläuft, habe ich mein Ziel erreicht: Ruhestörung.
Waldarbeiter
Vor nicht allzu langer Zeit tippelte ich durch unseren wunderschönen Buchenwald. Ich genoss das frühlingshafte, sonnige Wetter und hörte dem vielfältigen Vogelgezwitscher zu. Da drang ein im Wald ungewöhnliches Geräusch an mein Ohr. Irgendwie kam es mir sehr bekannt vor und ich lauschte noch intensiver. Jetzt hatte ich es, Wolfgangs Schnarchgeräusche. Er musste gerade einen wirklich dicken Baumstamm zersägen, so laut war es. Aber halt mal, Wolfgang sitzt im Wohnzimmer vor der Glotze und schaut sich diese seltsamen Autos an, die sehr laut und schnell sind und immer im Kreis fahren. Wer verursacht also diese Geräusche? Langsam und das fällt mir ja nicht schwer und in geduckter Haltung schlich ich mich an. Ein Waldarbeiter hatte seine Schirmmütze tief in die Stirn gezogen und lehnte sich sitzend an einen Baumstamm. Er schlief tief und vor allen Dingen laut. Ich war empört. Von meiner Hundesteuer wird diese Pappnase bezahlt und verpennt zum Dank die Arbeitszeit. Meine Schnauze war nur noch wenige Zentimeter von seiner Nase entfernt. Ich holte tief Luft und habe ein markiges Grollen tief aus meiner Kehle hervorgeholt. Wie von der Tarantel gestochen sprang er auf, die Augen quollen so weit aus den Augenhöhlen, dass man sie abschlagen konnte. Das blanke Entsetzen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Ich machte einen winzigen Schritt nach vorn. Diese Bewegung löste seine Starre und er gab soviel Fersengeld, dass es staubte. Offensichtlich hatte er auch seine Sprache wieder gefunden, denn er rief ständig:" eine mutierte Wildsau, eine mutierte Wildsau."
Ich beschloss, nunmehr des Öfteren nach dem Rechten zu sehen. Die Begegnung des Waldarbeiters mit der "mutierten Wildsau" hatte sich bei seinen Kollegen rasch herumgesprochen. In meinem Einzugsgebiet gab es plötzlich überhaupt keine Forstarbeiten mehr. Wahrscheinlich dösen die Jungs jetzt weit ab vom Schuss. Dies bedeutet für mich, dass ich den Radius meiner Kontrollgänge vergrößern werde. Erschrecken macht doch so viel Vergnügen.
Fang mich doch
Bei unseren unzähligen Waldspaziergängen habe ich bewiesen, dass wenn ich von der Leine befreit werde, mich anständig benehmen kann. Ich komme auch immer schön brav, wenn ich gerufen werde, allerdings nicht so schnell. In der Ruhe liegt die Kraft, wie Ihr schon mehrfach von mir gehört habt. Heute jedoch habe ich beschlossen, schwerhörig zu sein und zwar auf beiden Ohren. Auch meine Sehkraft sollte getrübt sein.
Ich war gespannt, ob ich Wolfgang endlich mal zum Platzen bringen kann. Es fing alles ganz harmlos an. Als wir den Wald betraten, habe ich mich demonstrativ auf meinen Popo gesetzt und gewartet. Wolfgang war schon voraus gelaufen, drehte sich mehrmals um und rief meinen Namen. Na da kann ja jeder rufen, außerdem standen meine Ohren auf Durchzug. Mit den Worten:"Jetzt geht das schon wieder los", kam er zurück und nahm mich an die Leine. Ich saß immer noch und machte keine Anstalten mich zu bewegen. Mein Kopf wurde getätschelt, Wolfgang kniete sich hin ( komisch er betet doch sonst nicht ), bettelte, legte sich hin, sprang auf und, und dann habe ich mich bewegt. Aus der Sitzposition habe ich eine stehende Haltung angenommen und langsam, wirklich langsam ein Bein vor das andere gesetzt. Lob prasselte auf mich herab und als die Leine gelöst wurde, ging ich zu Plan B über.
Wie ein geölter Blitz fegte ich durch den Wald. Mit brachialer Gewalt stampfte ich das Unterholz wie eine Dampfwalze nieder und entfernte mich immer weiter von Wolfgang. Der schien ängstlich zu werden und lief mir hinterher. Ich drehte mich um, machte einige Schritte auf ihn zu und wartete. Grenzenlose Erleichterung zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Gerade als der Karabiner der Leine mit meinem Halsband eine innige Verbindung eingehen wollte, sprang ich mit zwei , drei Sätzen davon. Wolfgang schnaufte und wurde wütender. Dieses Spiel dauerte einige Minuten und ich hatte viel Freude daran. Wolfgangs Gesichtsausdruck zeigte, dass der Teekessel in jeder Sekunde seine Pfeife verlieren würde. Mit einer letzten Anstrengung versuchte er mein Halsband zu greifen, blieb aber mit seinen Quadratlatschen in einer Wurzel hängen. Der Waldboden bebte und augenblicklich herrschte totale Stille im Wald, als er aufschlug. Sein Stöhnen verriet, dass er nicht ohnmächtig war und schnell habe ich als Erste Hilfe sein Gesicht abgeschleckt. Er schaute mich dankbar an und sagte:"Braver Hund, hab ich dich endlich." Auf dem Heimweg habe ich ihn noch ein wenig stützen müssen.
Im Haus angekommen habe ich Annemarie gleich berichtet, wie unmöglich Wolfgang sich im Wald benommen hat und ihr versprochen immer schön auf ihn aufzupassen.
Frühjahrsputz
Samstagmorgen, Frühstück. Ich lag auf meinem Sessel und spürte eine seltsame Spannung zwischen Annemarie und Wolfgang. Schnell bekam ich mit, dass es um den bevorstehenden Frühjahrsputz ging. Wolfgang schien keine rechte Lust zu verspüren, denn er redete von Kniebeschwerden, einem stechenden Schmerz im Rücken und Lähmungserscheinungen in beiden Händen. Annemarie reichte es und sprach davon den Notarzt zu alarmieren. Wolfgang wiederum beschwichtigte und meinte so schlimm ist es um ihn ja auch nicht bestellt. Ich beschloss, die Entscheidungsfindung der beiden zu beschleunigen und kötzelte mein Frühstücksbrot auf die Fliesen. Endlich kam Bewegung in die Sache und es wurden allerlei Aufgaben verteilt. Meine war es, in den Garten zu verschwinden.


Im Haus musste es, dem Lärm nach, richtig zur Sache gehen. Plötzlich schleppte Wolfgang eine Leiter an und meinte jetzt muss das Terrassenfenster geputzt werden. Na da war ich gespannt. Er postierte eine ganze Batterie von Putzlappen, Reinigungsmitteln und sonstigem Kram und erklärte mir, jede Aufgabe muss mit Überlegung begonnen werden. Ich dachte mir, eigentlich sollen doch nur die Fenster geputzt werden. bei Annemarie habe ich das schon oft beobachtet und die Fenster wurden auch ohne Plan sauber. bei Wolfgang ist das anders. Am Anfang seiner Arbeit steht die Überlegung ( kann oft länger dauern ), dann der Plan ( wird häufig mehrfach überarbeitet ), und die Ausführung ( muss oft abgebrochen werden, da die Lichtverhältnisse nicht mehr ausreichen sind ). Aber ohne Musik geht gar nichts. Die Kabeltrommel wird aufgebaut, die Anlage installiert und ....... ja, dann kommt die Musik. Ich sage Euch, ich kenne diese CD inzwischen so gut, dass wenn ich nachts geweckt werden würde, sagen könnte welcher Text auf welcher Rille ist. Wolfgang Petry, die längste Single der Welt.

Nun sollte es endlich losgehen. Von Annemarie war ich es gewohnt, dass ein Ledertuch, Fensterreiniger und ein Mikrofasertuch zum Reinigen der Fenster ausreichen. Aber nicht bei Wolfgang. Er hatte allerlei Reinigungsmittel aufgebaut. Ein Eimer mit einem Gemisch aus Wasser und Spiritus, ein Eimer mit einem Gemisch aus Wasser und Essig, dann noch drei verschiedene Sorten von Glasreinigern. Ich legte mich erstmal hin und beobachtete die Angelegenheit. Offensichtlich hatte Wolfgang vor, zuerst einmal einen Feldversuch zur Ermittlung des besten Reinigungsmittels durchzuführen. Er säuberte, vorher genau ausgemessene Glasflächen, mit den unterschiedlichsten Mitteln. In eine Art Tabelle dokumentierte er die Lichtverhältnisse, die Außentemperatur und die Reinigungswirkung der unterschiedlichen Mittel. Inzwischen war es Mittag und das Glas der Terrassentür war gesäubert. Wolfgang Petry hatte zum fünften Mal "Hölle, Hölle" gesungen und mir brummte der Schädel. Mittagspause war angesagt.

Ich beschloss, auch einen Feldversuch auszuführen. Der Test bestand darin, festzustellen, welches Reinigungsmittel neuen Schmutz am Besten abweist. Zuerst habe ich den Zungentest angewandt. Die Glasscheibe wurde dabei von mir kreuzweise in mehreren Arbeitsgängen abgeschleckt. Leider erwies sich kein Reinigungsmittel als geeignet. Die Testreihe wurde erweitert. Ich steckte meinen Kopf so tief in den Wassereimer, dass er auch so richtig triefte, suhlte mich im Sand und habe mich dann vor der Glasscheibe richtig ausgiebig geschüttelt. Die Glasscheibe hatte die Blattern und ich kam zu der Erkenntnis: Nochmals putzen. Schnelle Schritte und ein Aufschrei spannten jeden Muskel meines Körpers. Ich freute mich auf die Rennerei ums Haus, denn bisher habe ich immer gewonnen.
Wasserspiele
Heute war der erste richtig warme Tag des Jahres und ich bin beim Spielen und Toben richtig ins schwitzen gekommen. Sehnsüchtig wartete ich darauf, dass endlich der Rasensprenger angestellt wird. Meine Vorliebe für das feuchte Nass ist ja bekannt. Es gibt kein Gewässer in das ich nicht sofort hineinspringe. Leider werde ich häufig sofort an die Leine genommen und für mich unverständlich immer bei diesen so herrlich stinkenden modrigen Tümpeln. Es ist wunderbar sich in diesem Schlammwasser zu wälzen und seine eigene Duftmarke zu entwickeln. Was macht es da schon, wenn die mitgebrachten Handtücher vor Dreck stehen, kann Annemarie doch wieder waschen. Und auch im Auto finde ich den mir anhaftenden Duft unwiderstehlich. Leider werden sofort alle zur Verfügung stehenden Fenster geöffnet. Am Liebsten würde Wolfgang zusätzlich noch mit offener Autotür fahren. So ein Quatsch! Ich verstehe dies sowieso nicht, da legen sich Zweibeiner für teures Geld in eine Badewanne gefüllt mit Schlamm, der noch nicht mal so toll duftet und bezahlen dafür viel Geld. Ich kenne Tümpel, die die gleiche Wirkung haben und das völlig kostenlos.

Meine Leidenschaft für Wasser liegt in meiner Kindheit begründet. Schon als Welpe hatte ich in unserem Garten mehrere Zapfstellen. Annemarie hat große Schüsseln aufgestellt, damit ich nicht verdurste. Die waren so groß, dass ich bequem darin planschen konnte. Das hat Annemarie aber nicht gefallen, sie meinte immer ich könnte mich erkälten und so wurden die Gefäße kleiner, dafür aber tiefer. Und so habe ich meine erste Tauchstunde genommen. Ich steckte meinen Kopf so tief ich konnte unter Wasser. Komisch war nur, dass ich keine Luft mehr bekam. Ich riss mein Maul auf um die Luft endlich zu finden. Ich fand aber nur Wasser und das reichlich. Da ich ja sehr lernfähig bin, habe ich schnell begriffen wie die Sache so funktioniert mit dem Tauchen.
Besonders nach einem Fußballspiel benötige ich eine Erfrischung.

Das größte Vergnügen ist es, den Rasensprenger zu würgen. Wolfgang ist da immer sehr streng mit mir und es ist schon vorgekommen, dass ich, während der Rasengesprengt wurde, im Haus bleiben musste. Darauf hin war ich sehr artig und habe mich in einiger Entfernung zum Rasensprenger gelegt. Ich wusste genau, dass ich beobachtet wurde. Obwohl es mir schwer fiel, habe ich den Sprenger nicht angerührt. Wolfgang war stolz wie Oskar. Endlich hatte er es geschafft mir Unterordnung beizubringen, meinte er. Schon bei der nächsten Gelegenheit, ich habe so drei, vier Minuten verstreichen lassen, war der Rasensprenger meiner. Mit weit offenem Maul versuchte ich die Wasserstrahlen zu schnappen. Das kitzelt so wunderbar am Gaumen. Mein Ziel war es jedoch, den Rasensprenger zu knacken. Leider habe ich dazu zu wenig Zeit, Ihr ahnt es, Wolfgang ist wieder da.
Wenn ich so richtig ehrlich bin, mache ich mich so gern nass, weil Annemarie mich so wunderbar abrubbelt und trocknet. Ein königliches Gefühl!
Wer hat Angst vor´m schwarzen Mann?
In unserer Straße bin ich ja bekannt wie ein bunter Hund. Die Nachbarn wissen längst, dass ich ein kleiner Spaßvogel bin. Meine Spezialität ist unschuldig tun und dann richtig erschrecken. Leider klappt das bei den Nachbarn nicht mehr. Umso mehr freue ich mich auf jede Gelegenheit mit meinem tiefen Bellen, verbunden mit einem grimmigen Gesichtsausdruck zu erschrecken. Neulich erst war der Paketfahrer von DHL dran. Er stand am Tor und ich bin freudig auf ihn zugelaufen. Er vertraute mir, öffnete das Tor und konnte gerade noch sagen:"Na, mein fein ........ ." Es hatte ihm die Sprache verschlagen, weil ich mich so richtig groß machte und anfing zu bellen was meine Lunge hergab. Das Buchpaket knallte auf das Pflaster, er machte auf einem Bein eine 180 Grad Drehung und erwischte mit seinem immer länger werdenden Arm den Türknauf. Er hatte es geschafft. Seine Arme stemmten sich in die Hüften und ein strafender Blick traf mich. Ich machte wieder auf unschuldig, knickte mit den Vorderläufen ein und hielt meinen geliebten Ball im Maul. Der Feigling traute sich jedoch nicht mehr. Mit den Worten:"Einen netten Hund haben Sie da", verabschiedete er sich. Natürlich hat er kein Trinkgeld bekommen.

Meine Lieblingspartner sind die Männer von der Müllabfuhr. Natürlich kannten auch die mich und meine Späße. Da sie nie unser Grundstück betraten, habe ich es aufgegeben sie anzubellen. Diesmal war es jedoch anders. Ich hörte wie sie einem der Männer zuriefen, er solle die geleerte Mülltonne auf das Grundstück bringen. Vor dem kleinen Hund ( ??? ) braucht er keine Angst zu haben, der will nur spielen. Mein Adrenalinspiegel schoss in die Höhe, gleichzeitig regte sich Misstrauen bei mir. Die Jungs kannten mich doch, was soll das denn jetzt? Und dann erkannte ich es. Diesmal wollten sie mich erschrecken und dazu hatte einer der Männer eine schwarze Maske aufgesetzt. Fröhlich pfeifend kam der auch mit schnellen Schritten auf das Tor zu, blickte mich an und hoffte wohl, dass ich das große Zittern bekam. Ich wollte gerade meine Show abziehen, da bemerkte ich, dass hier etwas nicht stimmen kann. Das schwarze Gesicht war so lebendig, das konnte doch keine Maske sein. Dann zeigte sich auch noch ein riesiges, schneeweißes Gebiss. Mein Herz schlug bis zum Anschlag und als dann auch noch eine so was von tiefer Stimme zu mir sprach, bin ich wie ein geölter Blitz unter die Gartenbank gesprungen. Der Müllmann und vor allen Dingen seine Kumpel schlugen sich vor Lachen auf die Schenkel. "Ja mein Lieber", sprach dieses schwarze Gesicht zu mir, "Ich bin die Aushilfskraft und komme jetzt öfter". Na hoffentlich nicht war mein erster Gedanke und der Zweite, hoffentlich hat dies keiner beobachtet, schließlich habe ich ja einen Ruf zu verlieren.
Ich träumte, dass ....... ( 3 )
Der große Tag war gekommen. Heute sollte es nun endlich so richtig zur Sache gehen. Schon am Morgen war ich ganz aufgeregt und habe keinen Bissen fressen können. Selbst mein Lieblingsbrot, schön dick mit Leberwurst geschmiert, habe ich nicht angerührt. Wir sind zeitig zur Sporthalle aufgebrochen um ja nicht verspätet zu erscheinen. In der Halle war es schon gerappelt voll.

Der Veranstalter hatte keine Kosten gescheut und sogar einen Catchring aufgebaut. Zuerst waren die Vorkämpfe zu absolvieren. Bevor es aber losging, muss ich zum offiziellen Wiegen. Mein Kampfgewicht beträgt 26 kg und ich bekomme ein blaues Halsband, also werde ich in der blauen Ecke stehen. Als ich meinen Gegner sah, war ich erstmal ehrfürchtig. "31,5 kg", rief der Ringrichter. Ein Bär von einem Hund stand mir gegenüber und starrte mich an wie ein Hundefresser. " Wie soll ich dieses Kraftpaket nur bezwingen?" schoss es durch meinen Kopf. Michelle bemerkt meine Unsicherheit, kniet sich nieder und streichelt meine Brust. So laut, dass auch alle es hören mussten sagte sie zu mir: "Na was ist das denn für ein Spacki? Churchill, dem gebe ich keine zwei Runden."

Hutch, dieser Koloss, zuckte zusammen. Sein Blick wurde noch grimmiger und man merkte ihm an, dass er sich beleidigt fühlte. Die Spannung in der Halle wuchs und dann war es soweit. Wir wurden aufgerufen und betraten den Ring. Was für ein erhabenes Gefühl, hier oben zu stehen. Der Ringrichter, ein Beagel, schien ebenfalls sehr nervös, denn er pinkelte mal eben in die Ringecke. Wir wurden in die Mitte des Ringes gerufen und standen uns Kopf an Kopf gegenüber. Die mahnenden Worte des Ringrichters zur Fairness und das alles erlaubt sei, außer beißen, spucken und kratzen, habe ich nur wie durch einen Schleier vernommen. Und dann der Gong zur ersten Runde, dieses auf drei Runden angesetzten Kampfes. Ich beschloss sofort die Drehwurmtaktik anzuwenden. Tänzelnd umkreiste ich meinen Gegner, der offensichtlich völlig überrascht von dieser Art des Kampfes war. Er stand in der Mitte des Ringes und versuchte meinen Bewegungen zu folgen. Seine Augen rollten schon sehr verdächtig und als ein Sprung nach vorn mich packen sollte, knickten seine Beine ein und die Schnauze schlug auf den Ringboden. Mitten in meiner Angriffsbewegung kam der Gong zur Pause.

Michelle hat mir gleich die große Wasserflasche gegeben und so konnte ich einige gierige Schlucke nehmen. " Du musst jetzt versuchen aus der Rückenlage deinen Gegner zu überraschen und ihn in die Knie zu zwingen", flüsterte sie in mein Ohr. Und schon kam der Gong zur zweiten Runde. Mit aller Macht umklammerte mich Hutch und wollte mir die Luft nehmen. Mit einer geschickten Drehung kam ich in Rückenlage. Mein Ziel war es meine Beine unter seinen Körper zu bekommen, um ihn dann mit einem kräftigen Stoß umzuwerfen. Meine Beine hatten ihr Ziel erreicht und unter Aufbietung meiner letzten Kräfte stemmte ich was das Zeug hielt. Platsch, ich lag plötzlich auf dem Laminatboden unseres Wohnzimmers. Annemarie sprang vor Schreck auf und riss dabei ein Wasserglas um. Ich war völlig benommen und hörte dennoch Wolfgangs Worte. " Na Churchill, hast du was gefunden ?" Er schon wieder.
Ich träumte, dass ........ ( 2 )
Ich war wieder in meiner Traumwelt und habe es geschafft, meinen Traum von den 10. Berliner Meisterschaften im Bulldogcatchen weiter zu träumen.

Es war hartes Training angesagt und viele Kämpfe mit meinen Sparringspartnern. Ich musste meine Spezialität, Angriff aus der Rückenlage noch verbessern. Mit Buddy und Spyke habe ich die Taktik abgesprochen und so haben wir jede Gelegenheit genutzt unsere Kräfte zu messen. Um meine Grundschnelligkeit zu erhöhen haben wir grundsätzlich die Rangeleien zu Dritt ausgetragen, obwohl beim Bulldogcatchen natürlich nur zwei Kämpfer antreten.
Nach jeder Trainingseinheit waren wir ganz schön geschafft. So nach dem Motto: Wer hat die längste Zunge? haben wir nach Luft und Wasser gehechelt. Da wir oft kein Ende fanden und vor Erschöpfung platt auf dem Waldboden lagen, mussten wir an die Leine. Einmal hat Wolfgang gedacht ich kollabiere, nur weil ich ein bisschen schwankte und meine Atmung sich wie Oma´s Teekessel anhörte. Er hat mir nicht glauben wollen, dass ich nur so tat, als wäre ich völlig platt, denn auch dies sollte ein Teil meiner Kampftaktik sein.
Buddy meinte zur Verbesserung unserer Standfestigkeit sollten wir den Drehwurm machen. Das hieß, auf engstem Raum im Kreis drehen. Wer umfiel hatte verloren. Keiner von uns wollte der Erste sein, der aufgeben musste und so drehten und drehten wir uns bis, ja bis wir alle Drei die Beine von uns streckten.

Mein lieber Vater, dieser Drehwurm hatte aber was. Ich sah plötzlich Buddy und Spyke gleich mehrmals und dazu noch in schwarz-weiß. Beim Versuch mich aufzurappeln habe ich mich an Spyke gelehnt und der wieder an Buddy. Der konnte unserem Gewicht nichts entgegen setzen und so fielen wir in Reihe um wie die Kegel. Nach einigen Minuten beruhigte sich der Horizont, die Sonne stand wieder an ihrem rechtmäßigen Platz und wir waren fit. Unser gemeinsamer Gedanke war, das können wir gleich wiederholen. Leider kam es nicht dazu, denn unsere Spielverderber haben uns mit einem Dreifachklick der Leine an diese genommen. Aus Protest gegen diese Zwangsmaßnahme haben wir uns beim Rückmarsch sehr viel Zeit gelassen und die Lust der Zweibeiner auf einen duftenden Kaffee erheblich gesteigert.
Ich wachte auf und war durstig. Mit einem eleganten Sprung von meinem Sessel landete ich auf dem Teppichboden, schwankte und schaukelte. Wolfgangs Stimme drang an meine Ohren: "Na Churchill, hast du vom Schlafen einen Drehwurm bekommen???!!!"
Ich träumte, dass ......... ( 1 )
Ich lag wieder auf meinem Lieblingssessel und hatte einen wunderbaren Traum.

Mein größter Wunsch war in Erfüllung gegangen. Durch hartes Training und unzählige Showkämpfe hatte ich endlich erreicht, dass ich zu den 10. Berliner Meisterschaften im Bulldogcatchen eingeladen wurde. Was für eine tolle Sache. Würde ich aber auch bestehen können? Wolfgang hat mir viel Mut zugesprochen und mich an die vielen Bulldogtreffen erinnert, bei denen meine Kumpel und ich den Waldboden haben beben lassen. Er meinte nur die Sache muss man professionell angehen, schließlich geht es ja um eine schöne Kampfbörse ( 1 Paar Wiener, mittlerer Länge ) für den Sieger. Wir beschlossen bei den nächsten Treffen noch härter und ausdauernder zu trainieren.
So haben wir den letzten Sonntag zu einem ausgiebigen Härtetest genutzt. Mein Sparringspartner war Kumpel Spyke. Verschärfend war, dass wir diesmal unter der Leitung eines Ringrichters catchten und dazu noch ein Franzose. Leider verstand der kein Englisch und wir kein Französisch. Und so musste es zwangsweise dazu kommen, dass einige seiner Anweisungen und angeordneten Unterbrechungen von uns ignoriert wurden. Da wurde es ihm zu bunt, und er griff mit in unsere Catcherei ein. Eine tolle Trainingseinheit.
Für den Wettkampf durfte jeder Teilnehmer einen Betreuer an seiner Seite haben. Da Wolfgang immer so aufgeregt ist und mir ständig zuruft, teilweise sogar vormacht wie ich catchen soll, habe ich mich für Michelle entschieden. Sie ist ein ganz liebes Mädchen und streichelt immer meinen Kopf. Das Training hat sie auch gleich genutzt um mich zu unterstützen. Sie hatte sogar einen Notfallrucksack, gefüllt mit Beatmungsgerät, Infusionsbeuteln und natürlich Getränken. Zum Glück wurden nur die Getränke benötigt.
Ein leichtes Rütteln an meiner linken Schulter unterbrach meinen Traum. Ich hörte "Churchill, komm Gassi gehen" und dachte: Er schon wieder.
Barney - Pokal
Ich habe Euch ja schon von meiner ersten Welpenspielstunde berichtet. Die Zeit verging und ich wurde älter, so ca. 10 Monate und war nun in der Junghundgruppe. Einige von den anderen Hunderassen mussten Wachstumshormone eingenommen haben, denn sie erschienen mir so riesig. Nur bei ihrem Verstand schien sich nichts getan zu haben. Schäferhund Quadro kläffte immer noch nervtötend und die Tibet Terrier schienen permanend von Wespenstichen geplagt, so rannten die völlig ohne Sinn und Verstand über das Gelände. Tante Conny, unsere Trainerin, rief uns zusammen und erklärte, dass in vier Wochen der Barney - Pokal vergeben wird. Derjenige von uns, der die Übungen fehlerfrei und in der schnellsten Zeit bewältigt, darf diesen Pokal in sein Hundekörbchen legen.
Die vier Wochen vergingen rasend schnell und der große Tag war gekommen. Schon als wir auf dem Hundeplatz ankamen, habe ich feuchte Pfoten bekommen. Es war alles so furchbar aufregend. Wir hatten Glück. Bei der Auslosung der Startreihenfolge habe ich den letzten Platz gezogen und so konnte ich mir die Konkurrenz in aller Ruhe anschauen. Den Beginn machte Schäferhund - Dödel Quadro, wie immer kläffend. Die Übungen hat er ganz gut gemeistert, doch dann der Versager. Conny hatte sich ausgedacht, dass der Hundeführer auf einem Stuhl sitzen musste und wir dann unter dem Stuhl durchlaufen sollten. Diese Übung kannten wir nicht und schon war Quadro geplatzt. Er versuchte immer wieder auf den Schoß seines Herrchens zu springen. Dieser hatte schon Schweißperlen auf seiner Stirn und verzweifelte an seinem Hund. Der Jury war klar: Quadro Null Punkte. Ich gestehe, dass habe ich ihm gegönnt. Dann kamen die Tibet´s. Die haben die Slalomstangen schneller umgerissen, als sie aufgebaut werden konnten. Auf die kleine Wippe sind sie mit solcher Wucht gesprungen, dass diese für ca. 15 Minuten funktionsunfähig war. Auch hier lautete das Urteil der Jury: Tibet´s Null Punkte. Die Kantidaten drei bis sechs sind ganz ordentlich durchgekommen und dann kam mein Auftritt.
Meine Taktik lautete: In der Ruhe liegt die Kraft. Ich habe den Tunnel prima geschafft, auf der Wippe bin ich ruhig stehen geblieben und beim Slalom habe ich die Stangen exakt umkurvt. Obwohl ich sehr angestrengt bei der Sache war, entging mir die Bemerkung von Boxerhündin Lara nicht: "Wenn der so weiterläuft, wächst ihm noch Efeu um die Beine". Ich war stinksauer, gleichzeitig wurde aber mein Ehrgeiz angestachelt. Ich gab Gas bei den weiteren Übungen und dann kam die letzte Prüfung. Die war wie für mich gemacht. In einem Planschbecken schwamm ein kleines Würstchen, dass von uns aufgeschappt werden sollte. Die Hälfte der Teilnehmer hatte gar nicht erkannt worum es eigentlich ging. Natürlich um die Wurst. Als ausgesprochene Wasserratte sprang ich kopfüber in das Becken, schlug wegen der geringen Wassertiefe mit dem Kopf auf den Boden ( habe ich nicht bemerkt ) und schnapp, war das Würstchen weg. Diese coole Aktion hat mir den entscheidenen zeitlichen Vorsprung verschafft. Ich war der Sieger, ich kleine englische Bulldogge habe die anderen Hansel geschlagen. Von diesem Tag wuchs mein Ansehen bei den anderen Hunden schlagartig an. Leider hatte ich von dem schönen Pokal nicht viel, denn Wolfgang hat ihn stolz in sein Bücherregal gestellt. Was soll´s, da stehe ich über den Dingen.
Ausgesperrt
Sonntagabend, so ca. 21.45 Uhr, ich döste gerade in meinem Lieblingssessel und träumte von dem herrlichen Ausflug beim Bulldogtreffen mit Murat. Spyke hatte mich soeben angerempelt und ich machte einen Überschlag mit eingedrehter Schraube. Jemand schüttelte meine Schulter und ich wollte Spyke die entsprechende Antwort geben, als ich hörte: "Churchill, komm Gassi gehen." Mich traf fast der Schlag. Wie kann man denn um diese Uhrzeit noch nach draußen gehen wollen und außerdem was ist mit meiner Nachtruhe? Ich war empört und habe mich erstmal überhaupt nicht bewegt. Mit einem Auge habe ich die Reaktion von Wolfgang beobachtet. Er rief immer wieder meinen Namen, dabei weiß ich doch wie ich heiße. Dann klopfte er mir seinen Handflächen an seine Oberschenkel. Das machen doch sonst nur die Bayern, oder hat etwa der Urlaub vor vielen Jahren doch noch Spuren hinterlassen? Gegen das Halsband konnte ich mich letztendlich nicht wehren und so bin ich dann langsam, sehr langsam gefolgt. Nach 10 Minuten haben wir die 30 m bis zu unserem Tor geschafft. Klasse Leistung dachte ich noch und beschloss mich erstmal zu setzen und ein wenig zu entspannen.

In diesem Augenblick ist Wolfgang der Draht aus der Mütze gesprungen. Er klickte die Hundeleine ab, brabbelte undeutliches Zeug, schloss das Tor und ging ins Haus. Ich war sprachlos und das kommt bestimmt nicht oft vor. Da saß ich nun allein vor unserem Tor und konnte nicht auf das Grundstück. Ich, hilflos, schmächtig, ängstlich, einsam, wurde allein gelassen. Das ist doch ein Fall für den Tierschutzbund. Nur wenige Augenblicke später hörte ich Annemaries aufgeregte Stimme: "Wie kann man denn ein so hilfloses Wesen aussperren?" Genau das meine ich auch liebe Annemarie. "Churchill mein kleiner Liebling, komm zu Frauchen, Herrchen ist ungerecht." Stimmt genau liebe Annemarie. "Du kannst dich ja noch erkälten." Das finde ich auch Annemarie. Nach soviel liebevollen Worten konnte ich nicht anders. Ich legte einen kurzen Spurt, so ca. 10 Sekunden, zu unserem Haus hin und sprang auf meinen geliebten Sessel. Annemarie und Wolfgang tauschten noch ein paar Nettigkeiten, so nach dem Motto: Ich verstehe das gar nicht, bei mir läuft der Hund ganz prima. Ich habe mich nicht weiter darum gekümmert und wieder angefangen zu träumen.
Männerclique
Hallo Leute, heute möchte ich Euch unsere Männerclique, die jeden Sonntag bei Murats Bulldog-Treffen zusammenkommt vorstellen
Ceanu: Unser Macho. Das Hinterteil von Miss Ellie interessiert ihn mehr als unsere Catcheinlagen. Toller Typ.
Paule: Old Englisch Bulldog, steht nicht nur wegen seiner Körpergröße über den Dingen. Guter Ringrichter.
Spyke: Lässt nichts anbrennen. Für jeden Spaß zu haben. Ausgezeichneter Catcher, speziell Freistil.
Buddy: Typ "Wo steht das Klavier?". Ausgezeichneter Kumpel. Versteht jeden Spaß.
Oliver: Anfangs etwas zurückhaltend. Ist jetzt aber voll bei der Sache. Catch-as-catch-can, bis die Luft ausgeht.
Churchill: Animateur. Spezialität: Hochgeschwindigkeitslaufduelle mit Schulterrempler. Catcht in Rückenlage.
Es war wieder ein wunderschöner, ruhiger Sonntag bis, ja, bis wir kamen. Wir waren wieder in einem schönen Waldstück unterwegs. Ich lief wie zufällig neben Spyke und bin ein bisschen ins Trudeln geraten. Dabei habe ich seine Schulter sanft berührt. Spyke sah mir sofort in die Augen, und ich bemerkte dieses mir schon bekannte Funkeln in seinem Blick. Ohne das wir es so richtig bemerkten wurden wir schneller und schneller. Rempler folgte auf Rempler und schon wälzten wir uns im Laub. Dies blieb Buddy natürlich nicht verborgen.

Wie es so seine Art ist, mischte er kräftig mit. Auch Oliver konnte sich nicht mehr zurückhalten. Ich, wie immer in Rückenlage und gestützt durch einen Baum. Diese Taktik habe ich eher zufällig entdeckt und festgestellt, dass ich mit dieser Rückenstütze mehr Kraft entwickeln kann. Und wer hat von dem ganzen Rummel nichts mitbekommen? Natürlich Ceanu, unser Matcho. Seine Nase hing schon wieder an Miss Ellies Hinterteil und schüffelte und schüffelte bis es sich plötzlich ausgeschüffelt hatte. Murat hatte genug und ließ die Leine sprechen. Höchststrafe.
Wir haben von dem nichts mitbekommen. Unsere Catcherei wurde immer intensiver. Spyke verlor für einen Augenblick den Überblick und hatte meine linke Vorderhand im Maul. Das ist bei den Catchern verboten und so griff Paule ein. Energisch wies er Spyke in die Schranken. Bei den Fußballern wäre eine gelbe Karte fällig. Spyke jedoch, in seiner unnachahmlichen Art, meckerte Paule an. Und das war ein Fehler. Paule wurde immer größer, schob seine Brust raus, hob den Kopf und dann brach an diesem sonnigen Tag ein fürchterliches Gewitter über Spyke herein. Der wusste gar nicht wie ihm geschah und hat das erste Mal in seinem Leben eine gehörige Standpauke erhalten. So schnell wie das Gewitter aufzog, genau so schnell verzog es sich auch wieder. Wir waren alle ganz schön erschöpft, nur Ceanu wieder von der Leine, schnüffelte und schnüffelte, bis............
Welpenspielstunde
Als ich 12 Wochen alt war, lauschte ich einem Gespräch zwischen Annemarie und Wolfgang zu. Während ihrer Unterhaltung fielen die Worte Welpenspielstunde und Sozialisierung. Was war das denn für ein Quatsch? Die beiden schienen immer noch nicht begriffen zu haben, dass ich eine Englische Bulldogge bin. Wir brauchen keine Spielstunden und schon gar keinen Psychokram. Wir Englischen Bulldoggen sind mutig, treu, stur usw., den Rest kann man in jedem Fachbuch nachlesen. Ich frage mich, warum Wolfgang den ganzen Schrank voll dieser Bücher hat. Wahrscheinlich schaut er sich nur die Bilder an. Aber, da wir Bulldogs auch sehr ehrlich sind, muss ich eingestehen, dass mir diese Welpenspielstunden sehr gefallen haben und von der Sozialisierung habe ich nichts mitbekommen. Es hat jedenfalls nicht wehgetan.
Dann war es soweit. An einem Sonntag betrat ich zum ersten Mal einen Hundeübungsplatz. Was für ein Gefühl. Der Platz war riesig und ich doch noch so klein. Und da stürzte auch schon eine Horde wild gewordener Vierbeiner auf mich zu. Tibet Terrier, Briard, Beagle, Golden Retriever und ein Schäferhund wollten mich gleichzeitig begrüßen. Das war mir zuviel. Ich setzte mich auf meinen kleinen Po und tat garnichts. Die Hundetrainerin trat auf mich zu und streichelte über meinen Kopf. Sie wollte dann testen ob ich schreckhaft bin oder Angst zeige. Ich sollte durch einen Vorhang aus aneinandergereihten Plastikflaschen laufen, die auch schön klapperten. Ich dachte noch: Das soll ein Test sein? Ich lief gleich mehrmals durch die Flaschen und hatte endlich Glück. Eine der Flaschen war nicht schnell genug und ich konnte sie schnappen. Damit habe ich dann die Konstruktion zum Einsturz gebracht. Test bestanden. Spannend war der Hundetunnel, ziemlich lang und schön dunkel. Ich lief hinein und habe mich auch überhaupt nicht geängstigt. Da die anderen mich nicht beobachten konnten, habe ich erst mal einen kleinen See produziert.
Mein Umgang mit anderen Artgenossen, auch heute noch, ist zum Beginn sehr bedächtig. Ich muss immer erst feststellen, wie mein Gegenüber drauf ist. Quadro, der Schäferhunddödel, hat mich gleich am Anfang unserer Spielstunde so richtig angemacht, mir sogar seine kleinen Milchzähne gezeigt. Das war unter meinem Niveau. Ich drehte den Kopf zur Seite, schob meine Brust raus und trabte davon. Ein kurzer Blick zurück und dann ignoriert. Der ist nie wieder zu mir gekommen. Sechs Monate sind wir an jedem Sonntag zum Hundeplatz gefahren und das war für mich großartig. Leider wurde die Hundeschule dann geschlossen, aber wir waren übereinstimmend der Meinung, dass es jetzt auch reicht. Inzwischen treffe ich mich jeden Sonntag mit anderen Englischen Bulldoggen und das ist noch viel besser als Hundeschule. Näheres könnt ihr unter www. bullyman.de ( Link auf der Home Seite ) erfahren. Vielleicht treffe ich bald einen neuen Bulldog.
Tanz im Schnee, eine Bildergeschichte
Was, es soll getanzt werden, da bin ich dabei
Wo sind denn die Tanzpartner?
Hallo, da ist ja schon jemand
Aufstellung bitte !
Und schon beginnt der Rudeltanz

Die Paare immer schön im Kreis

Getanzt wird bis zur Erschöpfung

Trotzdem reicht es noch für eine "Schlägerei"

Der erste Verweigerer

Schluß für heute, darauf ein Eis
Was für ein Sonntag
Mensch Leute, das war ein anstrengender Tag heute. Am Sonntag um ca. 11.00 Uhr wurde ich langsam unruhig. Es war die Vorfreude auf unser Bulldogtreffen. Um ca. 11.10 Uhr wurde ich das erste Mal von Wolfgang angeschnauzt. Hab`ich nicht verstanden, bin doch nur aufgeregt im Haus herumgelaufen und dabei ein bisschen gebellt. Um 11.11 Uhr wurde ich in den Garten geschickt. Ich sollte mich wohl etwas beruhigen. Meine Therapie bestand darin, einen etwas dickeren Ast unsere Ahornhecke zu stutzen. Der war mir sowieso schon immer ein Dorn im Auge. Aber nicht Wolfgang. Ein lauter Schrei, ich glaube den Namen Churchill gehört zu haben, war mir bei dem Krach aber nicht sicher. Erst als Wolfgang mit schnelleren Schritten als gewöhnlich auf mich zukam, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich, ich kleines Unschuldslamm war gemeint. So haben wir dann, man könnte meinen als Vorbereitung auf unseren geplanten Spaziergang, zwei, drei Runden um unser Haus gedreht. Ich habe gewonnen, denn ich war immer in der Führungsposition. Ein verzweifeltes "Du sturer Engländer" beendete unsere Aufwärmphase und endlich so gegen 11.55 Uhr wurde ich ins Auto gehoben. Eigentlich könnte ich ja springen, aber bisher hat das noch niemand von mir verlangt und so bin ich dann ganz Sir und lasse mich gerne tragen.
Auf der Fahrt zu unserem Treffpunkt habe ich mich anfangs gelangweilt, dann aber die Kunststoffverblendung über dem linken Radkasten entdeckt. Ich habe gar nicht geahnt, dass ich so kräftig bin. Mit einem lauten Knall lag die Verblendung plötzlich neben mir. Die Firma Ford sollte sich mal Gedanken über die Funktionsfähigkeit ihrer Halterungen und deren Haltbarkeit machen. Zum Glück befanden wir uns gerade auf der Stadtautobahn. Außer einem wiederum zu lautem Churrrrrchilllll konnte mir nichts passieren. Wie ihr wisst, kann man auf der Stadtautobahn ja nicht anhalten und so beruhigten sich die Gemüter bis zu unserer Ankunft in Blankenfelde.

Nun ging es endlich los. Nach ausgiebiger Begrüßung ( Beschüffelung ) haben wir uns auf den Weg gemacht. Es war ein wunderbares Gefühl meine Kumpel wieder zu sehen. Da sich Ceanu am heutigen Tag sehr mit Miss Ellie beschäftigte, haben Spyke und ich beschlossen, mal so richtig die Sau rauszulassen. Leider fehlte Buddy, der Dritte "Rabauke". Unsere Kräfte haben wir im Freistilringen, im Griechisch-Römischen-Stil, im Catchen und anderen nicht näher zu definierenden Kampfstilen gemessen. Ich habe daher beschlossen, uns, Buddy, Spyke, Churchill, kurz BSC ( Berlins Schnellste Catcher ) zu nennen. leider haben unsere Zweikämpfe nicht nur Flur- und Waldschäden verursacht, sondern auch einen Personenschaden. Wir sind in vollem Tempo Kopf an Kopf, Schulter an Schulter mit ständigem Blickkontakt über den Waldweg gebrettert und haben dabei die Orientierung nach vorn verloren. Und das war das Pech unserer kleinen Michelle. Im Tiefflug haben wir ihre Beine erwischt und vollständig ausgehebelt. Ich glaube einen Bruchteil von Sekunden hat sie waagerecht geschwebt, um dann sehr unsanft auf dem Waldboden zu landen. Leider hat sie sich dabei den Kopf an ihrer Kamera gestoßen. Ich gestehe, dass wir von dem eigentlichen Vorfall nichts bemerkt haben. Liebe Michelle, ich entschuldige mich in aller Form, natürlich auch im Namen von Spyke, für unser Verhalten. Leider kann ich nicht gewähren, dass dies nie wieder passiert.
Die Zeit verging wie immer bei unseren Spaziergängen viel zu schnell. Nach diesen tollen Stunden benötige ich dringend meinen Schlafplatz und träume immer wieder von dem heute erlebten.
Träumen kann ein Bulldog überall
Ich bin klein, mein Herz ist rein, in meinem Bettchen wohn ich allein
Mein Schlafplatz ist jetzt zu klein, denn ich bin schon groß, was mach ich bloß?
Wenn ich mich recke und strecke benötige ich keine Decke
Wenn das Holz im Ofen prasselt fühle ich mich wohl, da habe ich schon viel Zeit vermasselt
Es gibt so viele Bettgeschichten, für mich gibt es nur eine und das ist meine
Auch auf einem Sessel kann man gut ruhen, da muss ich überhaupt nichts tun
Knabbereien und andere Dummheiten
Es war ein wunderbarer Tag, so wie ich ihn liebe. Ich habe im Halbschatten auf dem Rasen gelegen und zwischen meinen Zähnen befand sich das Endstück unserer hellgrünen Gießkanne. Die ursprüngliche kreisförmige Austrittsöffnung hatte sich in eine Elipsenform mit leichten Ausfransungen verwandelt. Diese Änderung der Formgebung dauerte aufgrund meines starken Gebisses nur einige Minuten. Kunststoffe jeder Art benutze ich gern als Aufwärmübung. Ich wollte der Kanne gerade den Gnadenstoß versetzen, da flog ein Hausschuh nur wenige Zentimeter an meinem Kopf vorbei und landete auf dem Rasen. Die Fragen: Regnete es jetzt schon Hausschuhe und hat das mit dem Klimawandel zu tun oder haben die Ufo´s eine ganz neue Form angenommen, konnte ich mir selbst nicht beantworten, denn eine kräftige Hand krallte sich in meinen Nacken und schüttelte mich so richtig durch. Bei derartigen Vorfällen muss ich mich immer blitzschnell entscheiden:
1. Ich tue unschuldig
2. Ich ignoriere den Vorfall
3. Ich ergreife die Flucht
Im vorliegenden Fall habe ich mich für die 2. Variante entschieden. Wolfgang ist zwar Ingenieur, scheint aber von Physik nicht so viel zu verstehen. Die Verengung der Austrittsöffnung der Gießkanne bewirkt eine größere Fließgeschwindigkeit des Wassers und das hat zur Folge, dass der Wasserstrahl härter auf den Gartenboden aufprallt. Das ist doch wunderbar, oder? Leider haben wir jetzt keine Kunststoffkannen mehr, sie wurden durch Metallkannen ersetzt, einfach schrecklich.
Eine Herausforderung der besonderen Art ist das kunstvolle Knacken von GARDENA Schlauchkupplungen, Profi System. Diese herrlichen roten Dinger haben mich schon als Welpe in ihren Bann gezogen. Meine damals kleinen Milchzähne waren zwar spitz und scharf, aber leider war meine Beißkraft noch nicht stark genug. Kleine, kaum zu sehende Kratzer habe ich auf diesen wunderbaren Teilen ( und so richtig teuer ) hinterlassen. Und so fiel es anfangs auch gar nicht auf, wie sehr ich mich vergnügen konnte. Doch das änderte sich bald. Meine kräftige Backenmuskulatur verhalf mir zu den ersten Erfolgen. Die Kratzer wurden größer und deutlicher und endlich hatte ich es geschafft. Ich verspüre, jedesmal wenn ich daran denke, einen wohligen Schauer über meinen Rücken streichen. Schon allein dieses unverwechselbare Knackgeräusch, dass die Schlauchkupplung von sich gibt, ist unübertroffen. Nur, vorsicht Leute, es handelt sich um einen Hartkunststoff, der extrem splittert. Mit meinem Handeln habe ich jedenfalls die Konjunktur des kleinen Gartencenters bei uns in Heiligensee kräftig angekurbelt. Wenn die Politik dies schon nicht schafft, muss es eben eine Englische Bulldogge richten. Ach, übrigens bei diesen Vorfällen wähle ich grundsätzlich Variante 3.
Ich ergreife die Flucht
Es ist für mich nicht verständlich, warum Wolfgang soviel Holzbearbeitungsgeräte und Maschinen hat. Da finden sich Hobel, Sägen, Schleifer und und und in seiner Werkstatt. Ich benötige für sämtliche anfallenden Holzarbeiten nur ein Gerät und das ist mein Gebiß. Gerade neulich entdeckte ich bei meiner täglichen Runde im Garten in unserem Geräteschuppen einen kleinen Handfeger mit Holzgriff. Ich fand, der Griff ist ja viel zu unhandlich und sollte 1. gekürzt und 2. verjüngt werden. Dazu benötigte ich nicht viel Zeit und mein Werk war vollbracht. So richtig in Stimmung gekommen, musste diese Methode auch bei einem Harkenstiel zur Anwendung kommen. Ihr wisst schon was jetzt kommt: Für meine Arbeit wurde keinerlei Verständnis aufgebracht und so
Tue ich unschuldig
Hallo, mein Name ist Churchill ( 1 )
Ich wurde am 18.04.2005 in Vlagdwedde, einem kleinen holländischen Ort nahe dem angrenzenden Emsland, geboren. Ich hatte noch fünf Geschwister, drei Mädchen und zwei Jungen. An meine ersten Lebenstage habe ich keine Erinnerung, nur das ich immer hungrig war und ständig meine Mama gesucht habe. Als ich vier Wochen alr war, habe ich Besuch aus Berlin bekommen. Ein auf den ersten Hundeblick sehr sympathisches Ehepaar. Sie haben mich immer wieder liebevoll angeschaut aber auch meine Geschwister haben sie interessiert. Da war ich schon das erste Mal in meinem Leben eifersüchtig und habe immer wieder versucht mich von meiner besten Seite zu zeigen.
Ich hörte dann zu meiner großen Erleichterung, dass ich es sein sollte, der bald ein neues zu Hause in Berlin bekam. Aber es vergingen bis dahin noch fünf aufregende Wochen. Die zeit bis zum Antritt meiner ersten großen Reise wollte einfach nicht vergehen. Mit dem Beginn der achten Woche wurde es nsch und nach leerer in meinem Hundeställchen. Meine Geschwister wurden von ihren neuen Familien abgeholt und bei mir schlich sich der Verdacht ein, dass ich vergessen wurde.
Nach unruhigen Tagen hörte ich an einem Samstagnachmittag endlich die mir vertrauten Stimmen von Annemarie und Wolfgang. Die beiden haben mich in ihre Arme geschlossen und ich sie in mein Herz. Da die bevorstehende Autofahrt sehr lang war, hat Annemarie einen kleinen Weidenkorb auf der Rückbank bereit gehalten. Eine warme, kleine Decke und mein erstes Spielzeug lagen schon bereit. Zum Andenken an meinen Geburtsort bekam ich noch ein kleines Handtuch, das so wunderbar nach meinen Geschwistern roch und mich einigermaßen beruhigte. Dennoch schlug mein kleines Herz ganz schnell, als es endlich losging. Annemarie saß während der gesamten Fahrt neben mir und hat mich zärtlich gestreichelt. Ich wurde dann sehr schnell müde und habe während der Fahrt viel geschlafen. Bei der ersten Pause hat Wolfgang festgestellt, dass er meine Körpergröße insbesondere meinen halsumfang etwas überschätzt hatte. Das kleine Halsband war einfach zu groß und mein Kopf schlüpfte immer wieder durch die Halsbandschlinge. Wolfgang war verzweifelt, weil er Angst hatt, ich würde davonrennen. Er konnte ja nicht wissen, dass ich viel zu ängstlich war, mich auch nur einen Schritt weit von seinen Beinen zu entfernen. Vor lauter Aufregung konnte ich mein Geschäft auch nicht verrichten und so ging es weiter in Richtung Berlin.
Endlich waren wir da. Als ich aus dem Auto gehoben wurde, sah ich riesige Gestalten auf der anderen Straßenseite. Ich habe schnell gelernt, dass dies große Buchen waren, die zu dem Wald gehörten, den ich von nun an täglich besuchen werde. Am Anfang habe ich mich geweigert den grünen Teppich im Garten zu betreten. Der war irgendwie kalt und feucht und mir unbekannt. Wolfgang lockte mich dann, indem er sich auf diesen Teppich kniete und immer wieder meinen zukünftigen Namen rief. Ich begriff, dass ich Churchill genannt wurde und fand diesen Namen einfach klasse. Zögerlich setzte ich ein Pfötchen vor das andere und konnte schnell feststellen, dass der Teppich ungefährlich war. Annemarie und Wolfgang nannten den Teppich Rasen. Den Namen fand ich sehr zutreffend, denn darüber konnte ich wirklich später rasen.
Zum Glück war es im Juni schon angenehm warm und wir haben viel Zeit im Garten verbracht. Mit viel Geduld wurde mir beigebracht, mein kleines und großes Geschäft nur im Freien zu vollrichten und natürlich auch nicht unbedingt im Garten. Da ich mich immer schön ankuscheln konnte, habe ich mich auch schnell eingewöhnt und konnte beruhigt beginnen eine richtige Englische Bulldogge zu werden.
Fortsetzung folgt